Adler verlängert die Zeichnungsfrist und geht eine knappe Woche später an die Börse. Als Grund nennt der Modehändler die guten Zahlen im April und Mai, die in das Börsenprospekt eingearbeitet werden müssten.

Der Modefilialist Adler geht nun doch nicht wie zuvor angekündigt am 16. Juni an die Börse, sondern verlängert die Zeichnungsfrist bis zum 20. Juni 2011. Als Grund nennt der  Händler in einer Ad-hoc-Mitteilung, dass Adler am 16. Juni Zahlen zu Umsatz, Rohertragsmarge und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die Monate April und Mai 2011 veröffentlichen will.
 
Dabei hätten sich "starke Abweichungen nach oben" im Vergleich zu den Vorjahreszahlen ergeben. So sollen Investoren die Möglichkeit bekommen, die neuen Informationen bei ihrer Orderentscheidung zu berücksichtigen, heißt es.

Die Aktie der Adler Modemärkte AG soll nun voraussichtlich ab dem 22. Juni 2011 im regulierten Markt, dem so genannten Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, unter dem Börsenkürzel "ADD" gehandelt werden.

"Überragende Performance" statt mangelndes Investoreninteresse

Die Verschiebung des Börsengangs will ein Unternehmenssprecher Medienberichten zufolge keinesfalls als mangelndes Interesse des Kapitalmarktes an den Papieren gedeutet wissen: Das sei nicht der Fall, vielmehr habe man die "überragende Performance" des Unternehmens im April und Mai dieses Jahres den Investoren nicht vorenthalten wollen.

Um die aktuellen Zahlen einzuarbeiten sei ein Nachtrag zum Börsenprospekt notwendig, der unter anderem eine Überprüfung und Freigabe durch die Anwälte erfordere und somit die Verschiebung des Termins rechtfertige.

Die Preisspanne beträgt demnach unverändert 10 bis 12,50 Euro je Aktie. Insgesamt werden knapp 11,63 Millionen Anteilsscheine angeboten, so dass der Adler-Investor BluO mit Erlösen von bis zu 145 Millionen Euro rechnen kann.