Die Beteiligungsgesellschaft Afinum will Görtz bei dessen Multichannel-Strategie unterstützen. Das Jahr 2014 lief für das Schuhhandelsunternehmen wohl gut an.

Die Afinum Management GmbH steigt als strategischer Partner mit einer
Minderheitsbeteiligung bei dem Schuhfilialisten Ludwig Görtz ein. Das Unternehmen erwirbt 40 Prozent Anteile. Ziel sei eine starke und langfristige Partnerschaft, teilt das Schuhhandelsunternehmen mit. Mit dem frischen Kapital will der Filialist sein Ladennetz erweitern und die Onlineaktivitäten besser mit dem stationären Handel verzahnen. Über den Wert der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Operativ wieder schwarze Zahlen

"Die Geschäftsführung hat im vergangen Jahr die richtigen Weichen gestellt, so dass Görtz mit Unterstützung aller Mitarbeiter erfolgreich den Turnaround geschafft hat", heißt es in der Pressemeldung zur wirtschaftlichen Situation des zuletzt angeschlagenen Filialisten. "Auch 2014 ist sehr gut angelaufen. Im ersten Quartal haben wir unsere Umsatz- und Ergebnisziele deutlich übertroffen."

Die Ludwig Görtz GmbH hat das Geschäftsjahr 2013 eigenen Angaben zufolge mit einem Umsatz von 365 Millionen Euro abgeschlossen und ist operativ in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im ersten Quartal dieses Jahrs habe Görtz einen Umsatzanstieg im guten zweistelligen Prozentbereich erreicht.

Im Sommer vergangenen Jahres war über einen Einstieg der Otto Group bei Görtz spekuliert worden, stattdessen kaufte Otto den ehemals zu Görtz Gruppe gehörenden App-Dienstleister NuBon. Vor kurzem zeigte auch der Schuhhändler Reno Interesse an Görtz. Anfang dieses Jahres verkauft Görtz zudem seinen IT-Tochter Ethalon.