Rewe hat es mit seinen "to go"-Märkten vorgemacht, nun zieht der Ahold-Konzern nach. Die Niederländer wollen zehn Minimärkte in Deutschland eröffnen, allerdings regional begrenzt.

Minisupermärkte für den schnellen Hunger: Der niederländische Konzern Ahold will im hart umkämpften deutschen Lebensmittelhandel mit Salaten, Säften und Sandwiches Fuß fassen. Das bundesweit erste Geschäft "Albert Heijn to go" werde am 12. September in Aachen eröffnet, teilte Ahold-Deutschland-Chef Jürgen Hotz am Montag in Mettmann mit.

Binnen eines Jahres sollen etwa 10 Filialen in Nordrhein-Westfalen entstehen. Europaweit wolle Ahold bis Ende 2016 insgesamt 150 Shops der Marke "Albert Heijn to go" eröffnen.

Zehn Jahre Erfahrung

Zielgruppe seien vor allem Pendler, Angestellte und Studenten, die sich ohne großen Zeitaufwand Essen und Trinken kaufen wollen. Deshalb würden die Shops beispielsweise an Verkehrsknotenpunkten eröffnet. Als Hauptkonkurrenten sieht er Bäckereien und Tankstellenshops. Aber auch Lebensmittelhändler wie die Rewe seien Konkurrenten bei der Expansion in Deutschland. Der zweitgrößte deutschen Handelskonzern hat bereits erste Läden seines Konzeptes "Rewe to go" eröffnet.

In der Vergangenheit haben sich mehrere ausländische Händler wie der US-Gigant Wal-Mart aus dem deutschen Lebensmittelhandel wieder zurückgezogen. Hotz verwies darauf, dass Ahold mit seinem Konzept "Albert Heijn to go" über 10 Jahre Erfahrung verfüge. In den Niederlanden gibt es bisher 54 solcher Shops.