Die unerwünschte Zusendung elektronischer Post, so genannter Spam-Mails, nimmt rapide zu. Das amerikanische Unternehmen Brightmail beispielsweise hat im Juni 2002 festgestellt, dass es sich bei 34% aller elektronischen Nachrichten eines Kunden um Spam handelte. Im Vergleich dazu stehen im Vorjahr lediglich 8%. Auch der Deutsche Bundestag ist aufmerksam geworden.

Die unerwünschte Zusendung elektronischer Post, so genannter Spam-Mails, nimmt rapide zu. Das amerikanische Unternehmen Brightmail beispielsweise hat im Juni 2002 festgestellt, dass es sich bei 34% aller elektronischen Nachrichten eines Kunden um Spam handelte. Im Vergleich dazu stehen im Vorjahr lediglich 8%. Auch der Deutsche Bundestag ist aufmerksam geworden.

Sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen sind solche Werbeaktionen ärgerlich. Im letzteren Fall gehen handfeste wirtschaftliche Konsequenzen damit einher: Die Kosten für das Management von Netzwerken steigen und die Produktivität der Arbeitnehmer sinkt. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit, sich via Spam Viren und trojanische Pferde einzufangen.

Auch der Deutsche Bundestag ist auf die Problematik aufmerksam geworden. Der Petitionsausschuss will sich dafür einsetzen, die Zusendung unverlangter Werbung mittels Telefax, E-Mail und SMS zu erschweren. Er hat jüngst beschlossen, die Bundesregierung und die Fraktionen über entsprechende Eingaben zu informieren.

Mehrere Bittsteller hätten beim Ausschuss bereits die Zusendung von Spam gerügt. Selbst Schutzvorrichtungen wie die Eintragung in so genannte Robinsonlisten wie bei E-Robinson bieten offenbar keine 100%ige Abhilfe. Die Petenten forderten ein härteres Vorgehen des Gesetzgebers. Ein Bußgeld sollte beispielsweise auch für Telefongesellschaften gelten, wenn sie 0190er-Nummern solchen Unternehmen zur Verfügung stellten, die ihren Sitz im Ausland haben und von dort Werbung versenden.

Auf dem Server des Bundestages steht unter www.bundestag.de/gremien/a2/pet_formular.pdf ein PDF zur Verfügung, mit dem sich Interessenten über Spam beschweren können.

Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, erhält in der aktuellen CYbiz-Ausgabe Nr.9 in dem Artikel "Schwer verdaulich" weitergehende Informationen. (AP)


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