Nach Aldi Süd will sich nun auch der norddeutsche Discounter Aldi Nord aus der Zeitungswerbung zurückziehen - und mehr in Prospekte investieren.

Mit Aldi Nord geht der deutschen Zeitungsbranche möglicherweise bald ein wichtiger Werbekunde verloren: Der Discounter verhandelt mit Zeitungsverlagen darüber, künftig weniger Anzeigen zu schalten.

Die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) bestätigte am Montag entsprechende Berichte des Branchendienstes Kontakter. "Mit Verlagen wird verhandelt, wie sie Zeitungsanzeigen reduzieren können", sagte ein ZMG-Sprecher.

Stattdessen erwäge Aldi Nord, in größerem Umfang Prospekte einzusetzen. Darüber gebe es aber noch kein spruchreifes Ergebnis.

Bereits vor einem Jahr kehrte Aldi Süd in großen Teilen Baden-Württembergs den Tageszeitungen den Rücken. Seit Anfang April verzichtet der Discounter auf Tageszeitungswerbung in weiten Teilen des Großraums München sowie des Rhein-Main-Gebiets.