Die GfK-Marktforscher hatten Aldi kürzlich als Verlierer der Krise tituliert und von Umsatzeinbrüchen berichtet. Umgehend widerspricht der ansonsten verschwiegene Discounter öffentlich.

Der Discounter Aldi Süd ist in diesem Jahr auf dem hart umkämpften deutschen Heimatmarkt gewachsen. "Wir haben eine positive Umsatzentwicklung in 2010 und sind damit zufrieden", sagte eine Firmensprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Sie reagierte auf eine Studie der GfK-Marktforscher.

Nach deren Einschätzung hat Aldi im ersten Quartal in Deutschland 3 Prozent weniger Umsatz erzielt. Allerdings ist das eine Schätzung für die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd zusammen und auch nur für die ersten drei Monate des Jahres.

"Positive Umsatzentwicklung in 2010"

Die GfK-Daten für 2009 kommentierte Aldi Süd dagegen nicht. Nach Schätzung der Marktforscher ging der Umsatz von Aldi Nord/Aldi Süd im vergangenen Jahr in Deutschland um 4,4 Prozent und der Marktanteil um 0,6 Punkte auf 18,4 Prozent zurück.

Die GfK errechnet ihre Zahlen auf der Basis von 30.000 repräsentativ ausgewählten Privathaushalten, deren Einkaufsverhalten ausgewertet wird. Aldi hält sich traditionell bedeckt. Seit rund zehn Jahren gibt es zwar Pflichtveröffentlichungen von Aldi für die insgesamt 66 Regionalgesellschaften in Deutschland. Unternehmenszahlen für das Jahr 2009 sind jedoch noch nicht bekannt.