Woher kommt der Fisch? Wurde er schonend gefangen? Aldi-Kunden bekommen auf solche Fragen neuerdings Antworten - wenn sie die technischen Vorausetzungen dafür erfüllen.

Der Discounter Aldi Süd bietet seinen Kunden beim Kauf von Fischprodukten künftig mehr Informationen über Herkunft und Fangmethoden. Kunden könnten fortan schon beim Einkauf prüfen, wo und wie der Fisch gefangen worden sei - "bis teilweise hin zur Aquakulturfarm oder dem Fangschiff", kündigte der Discounter am Donnerstag an.

Allerdings ist dazu ein internetfähiges Mobiltelefon nötig. Denn um die Informationen zu erhalten, müssen Kunden einen QR-Code von der Packung einscannen und eine spezielle Buchstaben- und Zahlenkombination eingeben. Alternativ können sie sich nach dem Einkauf auch auf der Internetseite herkunft.aldi-sued.de informieren.

Ein Logo für die Orientierung

Ob die Informationen eines Produkts bereits im Internet oder per Smartphone abrufbar sind, können Kunden an dem Logo mit dem Schriftzug "Fischherkunft" erkennen, das vorn auf der Verpackung aufgedruckt ist, teilt der Discounter mit. Aktuell trage bereits ein Großteil der Fischprodukte von Aldi Süd das neue Logo.

Aldi Süd ist nicht der erste Händler, der auf mehr Transparenz beim Fischkauf setzt. Die Supermarktkette Rewe hatte schon 2012 damit begonnen, ihre Kunden auf ähnliche Weise über die Herkunft zahlreicher Fischprodukte vom Fischstäbchen bis zum Dosenthunfisch zu informieren. Auch der Tiefkühlkost-Hersteller Frosta gehört nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace zu den Vorreitern.