Nach weniger als zwei Jahren gibt Aldi Süd sein Engagement in Griechenland auf. Erstmals verabschiedet sich der Discounter damit aus einem Auslandsmarkt.

Der Discountprimus Aldi sorgt weiterhin für Schlagzeilen: Nachdem die Mühlheimer am gestrigen Donnerstag eine Meldung der GfK dementierten, die von einer negativen Umsatzentwicklung des Discounters berichtete, bestätigte das Unternehmen am heutigen Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) , seine Geschäftstätigkeit in Griechenland zu beenden.

Nach Einschätzung des Handels-Informationsunternehmens Planet Retail ist dies der erste Rückzug von Aldi überhaupt aus einem Land, in dem schon ein Filialnetz bestand. Mit mehreren Interessenten würden Gespräche über die Übernahme und Weiterführung der Geschäftstätigkeit in den 38 Filialen geführt, heißt es in einer Stellungnahme von Aldi Süd zu den Plänen in Griechenland.

Konzentration der Expansion auf neun Länder

Aldi Süd wird sich nach eigenen Angaben verstärkt der Expansion in allen anderen neun Ländern widmen, in denen das Unternehmen mit insgesamt mehr als 4.200 Filialen tätig ist. Das sind Deutschland, Österreich, Schweiz, Slowenien, Ungarn, Großbritannien, Irland, USA, Australien.

Aldi Süd äußerte sich nicht dazu, ob dies der allererste Rückzug in der Firmengeschichte ist. Über den Rückzug aus Griechenland hatte Planet Retail berichtet. Aldi Süd ist ein Schwesterunternehmen von Aldi Nord, die sich die Märkte im In- und Ausland aufgeteilt haben.