Vor allem Männer und Jugendliche kaufen Weihnachtsgeschenke auf den letzten Drücker. Der Stress führt allerdings zu Fehlkäufen - deren Wert betrug im vergangenen Jahr mehr als 800 Millionen Euro.

Männer jeden Alters sowie junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren haben eines gemeinsam: Sie erledigen ihre Weihnachtseinkäufe auf den letzten Drücker, meldet der Online-Marktplatzbetreiber eBay: Jeder dritte Mann beginnt einer Umfrage zufolge erst im Dezember mit den Weihnachtseinkäufen, 7 Prozent sogar gerade einmal eine Woche vor Heiligabend.

Ähnlich brenzlig mag es die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen: Hier machen sich 35 Prozent erst Anfang Dezember auf Geschenkesuche, eine Woche vor dem Fest sind es noch 14 Prozent.

Viele Geschenke auf der Einkaufsliste

Dabei soll in relativ kurzer Zeit eine erstaunliche Anzahl an Präsenten besorgt werden. Mehr als ein Viertel der Männer plant bis zu zehn Geschenke zu kaufen. 13 Prozent sind auf der Suche nach elf bis 20 Artikeln.

Aber bei Zeitdruck bestehe die Gefahr, wahllos etwas in den Einkaufskorb zu legen – Hauptsache, man hat was. So wurden eBay zufolge allein 2009 in Deutschland ungeliebte Geschenke im Gesamtwert von 814,2 Millionen Euro eingekauft.

Weihnachtsmann ist online

Statt in den Geschäften im Gedränge nach Geschenken für die Liebsten zu suchen, setzen in diesem Jahr "mehr Bundesbürger als jemals zuvor" auf das Internet, melden der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und das Handelsinstitut EHI. 

Demnach werde der Umsatz im Online-Weihnachtsgeschäft 2010 bei 3,6 Milliarden Euro liegen - rund 20 Prozent mehr als im vorigen Jahr, prognostiziert der bvh. Das entspreche einem Anteil von inzwischen 60 Prozent am gesamten Versandhandelsumsatz im Weihnachtsgeschäft.