Gartenspezialist Gardena verantwortet nach der Übernahme durch Husqvarna das weltweite Management für alle Konsumentenprodukte im Konzern.

Der „Rest der Welt” ist bei Husqvarna, dem schwedischen Weltmarktführer für benzinbetriebene Garten- und Forstprodukte, eigentlich die ganze Welt - nur ohne Nordamerika. Notwendig wurde die neue Aufteilung innerhalb des Konzerns durch die Übernahme der Gardena AG aus Ulm, die 2007 abgeschlossen wurde.

Denn als die Schweden den führenden europäischen Hersteller hochwertiger Gartengeräte integrieren wollten, wurde gleich neu strukturiert: Es gibt nun die beiden Zweige „Konsumentenprodukte” und „Profiprodukte”. Bei den Konsumenten wird dabei nach Nordamerika und dem Rest der Welt unterschieden.

Der frühere Gardena-Chef Martin Bertinchamp kümmert sich also im Husqvarna-Vorstand um die Konsumentenprodukte im Rest der Welt im Vertriebskanal „Massenmarkt” mit den Schwerpunkten Baumarkt, Gartencenter und Garten- und Landschaftsbau. Neben der Premiummarke Gardena gehören auch noch die Marken Flymo, Partner und McCulloch dazu, die jeweils in Großbritannien, Skandinavien und Südeuropa bekannt sind.

Konzentration auf Elektro- und Akkugeräte

Die Verantwortung für Entwicklung und Fertigung der Konsumentenprodukte liegt ebenfalls in der Hand der Ulmer: „Wir konzentrieren uns auf Elektro- und Akkugeräte, während sich Husqvarna mehr auf Benzinmotoren fokussiert”, gibt Bertinchamp als Marschrichtung vor. „Der Akku wird in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.”

Als erste Produktreihe, die auf einer Husqvarna-Plattform entwickelt wurde, nennt er die neuen Gardena Elektro-Rasenmäher PowerMax: „Wir konnten durch die Zusammenarbeit im Konzern nicht nur die Hälfte der Entwicklungskosten sparen, sondern auch die Hälfte der Zeit.”

Preiserhöhung angekündigt

Apropos Kosten: Weil die steigen, hat Gardena in Deutschland eine Preiserhöhung von rund 7 Prozent für 2009 angekündigt. Bertinchamp gibt sich dabei gelassen, was die Konkurrenz etwa aus China angeht: „Zum einen werden die Importe auch deutlich teurer, weil dort Vergünstigungen bei der Ausfuhr wegfallen, zum anderen haben wir viele Produkte, die nur ein paar Euro kosten.”

Da greift der deutsche Konsument lieber zum Markenprodukt, weil er weiß, dass er daran lange Freude hat.”  Auch über eine Produktion in China denkt Bertinchamp derzeit nicht nach: „Wir haben dort nur einen Vertrieb, um den wachsenden Gartenmarkt zu bedienen. Die Produktion für den europäischen Markt bleibt hier."

Knapp 40 Neuheiten für das  Jahr 2009

In der Gartensaison 2009 stellt Gardena knapp 40 Neuheiten vor, neben den für Gardena vergleichsweise neuen Elektrogeräten wie Mäher und Trimmer spielt bei dem „Klassiker”  Bewässerung  das Thema Wassersparen eine große Rolle.

Husqvarna AB weist für 2007 einen Umsatz von rund 3.591 Millionen Euro und ein Betriebsergebnis von 383 Millionen Euro aus. Ende 2007 beschäftigte der Konzern mehr als 16.000 Mitarbeiter.