Am 16. April 2002 fand in den Räumen des Deutschen Fachverlages das Seminar "Recht im E-Business" statt. Veranstalter war CYbiz in Zusammenarbeit mit dem Verlag Recht und Wirtschaft.

Am 16. April 2002 fand in den Räumen des Deutschen Fachverlages das Seminar "Recht im E-Business" statt. Veranstalter war CYbiz in Zusammenarbeit mit dem Verlag Recht und Wirtschaft.

In vier Vorträgen ging es um die Themen Elektronisches Geschäftsverkehr Gesetz (EGG), Vertrags-, Wettbewerbs- und Markenrecht im Internet, die Digitale Signatur und virtuelle Unternehmen.

Ministerialrat Alexander Tettenborn vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ging in seinem Vortrag darauf ein, welche Änderungen die Umsetzung der E-Commerce-Richtlinie der Europäischen Union in deutsches Recht mit sich bringt. Im Mittelpunkt der Ausführungen standen das in § 4 des Teledienstgesetzes (TDG) verankerte Herkunftslandsprinzip, die in §§ 6, 7 TDG geregelten Informationspflichten der Unternehmen und die Provider-Verantwortlichkeit (§§ 9-11 TDG).

Anschließend referierten die Rechtsanwälte Thomas Ubber und Dr. Stefan Schuppert von der renommierten Anwaltskanzlei Lovells Boesebeck Droste über die Besonderheiten im Vertrags-, Wettbewerbs- und Markenrecht im Internet. Die Referenten legten dabei einen Schwerpunkt auf Rechtsfragen rund um Internet-Domains. Ausgehend von Grundlagen wie "first come, first served" behandelten sie das Thema Domain Grabbing und stellten die rechtlichen Probleme bei Gleichnamigkeit von Domains dar. Anhand von Praxisbeispielen wie dem Fall shell.de zeigten sie, welche Ausnahmen es vom Prioritätsprinzip gibt. Des Weiteren wurde auf Aspekte der Werbung via Internet, das Markenrecht und rechtliche Besonderheiten bei der Website-Gestaltung eingegangen.

Prof. Dr.Roßnagel von der Universität Kassel sprach über den Vertragsschluss im Internet und die Verwendung der digitalen Signatur. Nach eingehender Darstellung der Entwicklung des Signaturgesetzes von 1997 bis zum Signaturrecht 2002 erläuterte Roßnagel die drei Stufen der Signaturverfahren und legte die Unterschiede zwischen qualifizierten und akkreditierten Verfahren dar. Außerdem betrifft die digitale Signatur insbesondere Fragen der Formvorschriften. Zum einen sprach der Referent über die Gleichwertigkeit der elektronischen zur handschriftlichen Form im Privat- und Verwaltungsrecht. Zum anderen wurden Aspekte des ordnungsgemäßen Zugangs von Schriftsätzen zum Gericht und die Möglichkeiten der Beweisführung im Zivilprozess behandelt.

Inwieweit sind virtuelle Unternehmen eine Zukunftschance auch für den Mittelsatnd? Dieser Frage nahm sich Prof. Dr. Knut Lange von der Universität Witten-Herdecke an. Nach einer Definition des Begriffes beschrieb Lange die Strukturmerkmale eines virtuellen Unternehmens und legte die Vor- und Nachteile dieser Unternehmensform dar. Anschaulich wurden die verschiedenen Typen virtueller Unternehmen erläutert, bevor auf rechtliche Besonderheiten Bezug genommen wurde.

Anhand der von den Teilnehmern des Seminars am Ende auszufüllenden Bewertungsbögen lässt sich feststellen, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war. Das lag zum einen an der guten Organisation und zum anderen an den hervorragenden Referenten. (AP)


KONTAKT:

CYbiz - Das Fachmagazin für Erfolg mit E-Business
Mehtap Eren
Mainzer Landstraße 251
60326 Frankfurt am Main
Tel. 069-75952559
Fax 069-75951290
E-Mail: info@cybiz.de
Internet: www.cybiz.de