Die Immobilientochter der Allianz investiert weiter in den Einzelhandel. Ab sofort gehört auch die Kö-Galerie zum Bestand. Das Centermanagement bleibt freilich ECE-Sache.

Die Immobilientochter der Allianz kauft sich ein weiteres Einkaufszentrum und übernimmt für 300 Millionen Euro die Düsseldorfer Kö-Galerie. Der Laden- und Bürokomplex an der Haupteinkaufsstraße Königsallee in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt beherbergt auf rund 20.000 Quadratmetern 90 Geschäfte (unter anderem Jil Sander, Aigner, dm-Drogeriemarkt und Rewe), wie die Allianz Real Estate am Dienstag in München mitteilte.

Um in der Vermarktung der 30.000 Quadratmeter Büroflächen (sieben Etagen) eine Differenzierung vom Einkaufsbereich der Galerie zu erreichen, wurden sie kürzlich in "Kö Höfe" umbenannt. Zu dem Gesamtobjekt gehören auch 1.000 Tiefgaragen-Parkplätze.

ECE verantwortet weiterhin das Center-Management

Verkäufer des Objekts sind Fonds, die von der US-amerikanischen Investmentgesellschaft Blackstone gemanagt werden, und der Hamburger Shoppingcenter-Betreiber ECE. Das Center- und Property-Management übernimmt weiterhin die ECE.

Versicherer sind gerade in Zeiten niedriger Zinsen stets auf der Suche nach gewinnbringenden Investitionen. Immobilien gehören seit vielen Jahren dazu. Die Allianz-Tochter betreut Gebäude im Gesamtwert von rund 30 Milliarden Euro. Auch in Einkaufszentren haben die Münchner bereits investiert, so gehört etwa die Hamburger Europa-Passage zum Bestand, aber auch die Skyline-Plaza in Frankfurt oder Shopping Malls in Paris, Rom oder Budapest.

Allerdings ist der Anteil, den Einzelhandelsobjekte am gesamten Portfolio bisher ausmachen, aus Sicht der Allianz noch zu gering. 2013 habe der Anteil bei etwa 15 Prozent gelegen, bis 2016 solle er sich auf rund 30 Prozent etwa verdoppeln, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag auf Nachfrage.