Die Allianz baut mit der Mehrheitsbeteiligung an dem neuen Shoppingcenter in Frankfurt den Einzelhandelsanteil in ihrem Portfolio weiter aus. Joint-Venture-Partner sind die ECE und CA Immo.

Die Allianz wird sich mit einem Anteil von 80 Prozent an dem Shopping-Center "Skyline Plaza" in Frankfurt am Main beteiligen. Verkäufer sind die CA Immo Deutschland GmbH und die ECE, die beide jeweils 10 Prozent an der Immobilie halten werden, wie der Projektentwickler ECE meldet. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund 360 Millionen Euro. Das Center soll im Herbst 2013 eröffnet werden.

"Die Investition der Allianz in das Skyline Plaza bildet einen weiteren Höhepunkt unserer Investitionstätigkeit in Deutschland", sagt Stefan Brendgen, Geschäftsführer der Allianz Real Estate Germany. "Unserem Ziel, den Einzelhandelsanteil in unserem Portfolio auszubauen, sind wir einen deutlichen Schritt näher gekommen."

"Das Skyline Plaza ist ein herausragendes Projekt für uns. Der frühe Einstieg der Allianz beweist die Attraktivität des Konzepts an diesem Top-Standort in Frankfurt", ist unterdessen ECE-Chef Alexander Otto überzeugt.

Europaviertel Frankfurt

Das Shoppingcenter entsteht im sogenannten Europaviertel in Frankfurt. Das neue innerstädtische Quartier, das in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, zur Frankfurter Messe und zum Bankenviertel liegt, wird auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofs errichtet.

Das Skyline Plaza wird nach seiner Fertigstellung im Herbst 2013 rund 38.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche auf zwei Ebenen umfassen. Dort sollen insgesamt rund 180 Läden angesiedelt werden. Zudem ist ein Wellnessbereich des Unternehmens Meridian Spa mit einer Fläche von rund 9.200 Quadratmetern geplant. Darüber hinaus soll auf rund 10.000 Quadratmetern ein Dachgarten mit Blick auf die Frankfurter Skyline entstehen, auf dem gastronomische Betriebe und grüne Erholungszonen untergebracht werden sollen.

Ein Parkhaus mit rund 2.400 Stellplätzen wird es auch geben. Gleichzeitig mit dem Shopping-Center werden die Joint Venture-Partner CA Immo und ECE ein Kongresszentrum realisieren, das von der Messe Frankfurt betrieben werden soll.

Bewegte Geschichte

Nachdem die Deutsche Bahn 1996 beschlossen hatte, den Hauptgüterbahnhof zu schließen und das Gelände zu vermarkten, war an der Stelle zunächst ein "Urban Entertainment Center" (UEC) nach amerikanischem Vorbild geplant. In das Center sollte eine Musical-Halle integriert werden, später waren ein Planetarium, ein Multiplex-Kino und andere Freizeiteinrichtungen wie eine Eislaufbahn oder eine Veranstaltungspiazza geplant.

Nach einigen Scharmützeln mit der Stadtverordnetenversammlung konzipierten die Immobilienunternehmen ECE und Vivico das Center neu und stellten im März 2008 das in "Skyline Plaza" umbenannte Projekt auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes vor. Attraktionen mit überregionaler Anziehungskraft sind seitdem nicht mehr vorgesehen.