Neues Jahr, neuer Streik. Verdi versucht weiter, Amazon unter Druck zu setzen und ruft zu Ausständen auf. Das hat an diesem 6. Januar weitreichende Folgen.

Die Gewerkschaft Verdi hat an diesem Mittwoch zum ersten Mal im neuen Jahr beim Versandhändler Amazon zum Streik aufgerufen. Betroffen seien die Standorte Leipzig sowie Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen, sagte der Leipziger Verdi-Streikleiter Thomas Schneider.

Da in Bayern (Logistikzentrum Graben) und Baden-Württemberg (Pforzheim) wegen des Feiertags (Heilige Drei Könige) nicht gearbeitet werde, seien am Mittwoch drei Amazonstandorte regulär in Betrieb: Berlin, Koblenz (Rheinland-Pfalz) und Bad Hersfeld (Hessen).

Die Gewerkschaft fordert für die 10.000 Mitarbeiter des US-Konzerns in Deutschland einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das würde für die Mitarbeiter mehr Sicherheit und höhere Löhne bedeuten. Das Unternehmen sieht sich dagegen als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des in dieser Branche Üblichen.