Amazon sucht Onlinehändler als Untermieter: Der Internetriese bietet mit "Webstore" eine Plattform, die jedem ermöglichen soll, schnell und günstig E-Commerce-Webseiten aufzubauen.

Das neue Angebot "Amazon Webstore" sei eine gehostete E-Commerce-Plattform und "eine sichere und skalierbare Lösung für Händler, mit der sie einen Onlineshop aufbauen und verwalten können", teilt der Onlinehändler mit. Sie ermögliche auch eine Kombination mit anderen Amazon-Services, etwa "Verkaufen bei Amazon".

Eine Reihe von sogenannten Tools soll es erlauben, Änderungen im Webshop einfach und schnell vorzunehmen - vom Design bis zu Bestandsmengen, Preisen oder Werbeaktionen.
  
Verkäufer sollen sofort und ohne hohe Investitionen in IT-Infrastruktur oder langfristige Verträge starten können. Es fallen allerdings monatliche Grundgebühren von aktuell 24,99 Euro im Monat, zudem kassiert Amazon Provisionen und Transaktionsgebühren. Die genaue Staffel erfahren Sie hier.

Dafür bietet Amazon zum Beispiel die Suchmachinenoptimierung des jeweiligen Shops, etwa durch die automatische Erzeugung eines Google-Produkt-Feeds oder die automatische Übermittlung einer Sitemap an wichtige Preisvergleichsportale.

Eigene Services pushen

"Mit Amazon Webstore können wir Verkäufern und Herstellern nun einen effizienten und kostengünstigen Weg bieten, ihr eigenes E-Commerce-Geschäft aufzubauen und zu erweitern", sagt Bodo Kipper, Director Merchant Services bei Amazon.

Der Onlineriese, der aktuell tiefrote Zahlen schreibt,  möchte mit dieser Lösung auch die eigenen Services "Verkaufen bei Amazon" sowie "Versand durch Amazon" forcieren, wobei Händler die Abwicklung ihrer Logistik Amazon überlassen. Das Zahlverfahren "Bezahlen über Amazon" ist bereits auf Webstore integriert.

"Amazon Webstore" kann ein Rundum-Sorglos-Paket für Händler und Hersteller sein, die schnell ins E-Commerce einsteigen wollen. Allerdings begeben sie sich damit in die Hände eines großen Konkurrenten.