Der weltgrößte Onlinehändler investiert weiter massiv in neue Lager, Tablet-PCs und E-Book-Reader. Der teure Expansionskurs wurde im zweiten Quartal 2013 erstmals mit einem Verlust bezahlt.

Amazon zeigt sich angesichts des Quartalsverlustes, den das Unternehmen für den Zeitraum April bis Juni 2013 auf 7 Millionen US-Dollar (2 Cent pro Aktie) bezifferte, betont gelassen.

Für große Gewinne ist der Internetriese zwar ohnehin nicht bekannt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Amazon aber immerhin noch einen kleinen Gewinn von 7 Millionen US-Dollar (1 Cent pro Aktie) erzielt.

Umsatz steigt um 22 Prozent

Die Amazon-Umsätze stiegen im zweiten Quartal wie erwartet wieder kräftig: um 22 Prozent auf 15,7 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum im Ausland verlangsamte sich und betrug nur noch 16 Prozent nach 31 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Auch künftig will Amazon kräftig in neue Versandzentren, die Cloud-Sparte Amazon Web Service, Kindle-Tablets, E-Book-Lesegeräte und die Lizenzgebühren für Filme und Musik für Kindle investieren - um damit im dritten Quartal 2013  die Umsätze "um 12 bis 24 Prozent" zu steigern, wie das Unternehmen mitteilte.

Um weiter schnell zu wachsen, will das Unternehmen auch künftig kurzfristige Gewinne opfern. Für das dritte Quartal hat Amazon einen noch höheren operativen Verlust "bis zu 440 Millionen US-Dollar" prognostiziert.