Alles begann vor 20 Jahren mit einem verkauften Buch. Daraus wurde der Onlinehandels-Gigant Amazon. Nun geht das Unternehmen mit dem gleichen Produkt auf die Fläche.

Mit dem Onlineverkauf von Büchern hat Amazon Buchhändler in vielen Ländern das Fürchten gelehrt. Zwanzig Jahre nach dem Start im Internet eröffnet der Konzern erstmals einen eigenen Laden mit gedruckter Literatur. Das Geschäft in der Amazon-Heimatstadt Seattle soll ab diesen Dienstag, 9.30 Uhr Ortszeit, sieben Tage in der Woche geöffnet sein. Lediglich an den Feiertagen Thanksgiving und Heiligabend ist geschlossen. "Tausende" Titel seien vorrätig, man könne auch Onlinebestellungen für Millionen weiterer Bücher aufgeben, erklärte der weltgrößte Onlinehändler.

Keine Preisunterschiede

Amazon wolle die Vorteile des Onlineeinkaufs und des stationären Handels verbinden, hieß es. Neben jedem ausgestellten Buch werden Kärtchen mit der Amazon-Bewertung platziert, die Preise im Laden und im Internet sollen gleich sein.

Amazons Erfolg mit dem großen Angebot an Büchern und den Kostenvorteilen des Onlinegeschäfts hatte in den vergangenen Jahren den Niedergang der großen amerikanischen Buchhandels-Ketten beschleunigt. So schloss der Branchenriese Barnes & Noble seinen großen Standort in Seattles University Village, wo Amazon jetzt seinen Laden aufmacht, bereits 2011.