Schlechte Nachrichten für die Konkurrenz von Amazon: Der US-Konzern verhandelt wohl mit den deutschen Autobauern um einen Einstieg beim Echtzeit-Kartendienst Here.

Die deutschen Autobauer wollen mit dem Kartendienst Here eine Alternative zu Google Maps etablieren. Angeblich will nun der Amazon bei dem Echtzeit-Kartendienst einsteigen: Laut informierten Kreisen verhandeln die Eigentümer Audi, BMW und Daimler mit dem US-Internetkonzern. Es liefen auch Gespräche mit anderen Interessenten.

Reduzierung der Lieferzeit mit Hilfe von Here?

Amazon will seine Lieferzeiten weiter reduzieren und könnte deshalb an Here interessiert sein, spekulieren Medien. Sinnvoll wäre ein möglicher Einstieg auch, weil der US-Handelsgigant neben dem Geschäft mit seinem Online-Versandhaus auch Software-Dienstleistungen und Rechenkapazität anbietet, hieß es.

Autobauer offen für weitere Partner

Sprecher der Autobauer wollten sich zu möglichen Gesprächen nicht äußern. Man habe aber von Beginn an betont, offen für weitere Partner zu sein, und da gebe es "großes Interesse", hieß es in gleichlautenden Stellungnahmen. Auch eine Amazon-Sprecherin wollte keinen Kommentar abgeben. Die Autobauer hatten bereits im vergangenen Jahr betont, dass auch Unternehmen aus anderen Branchen willkommen seien.

Die deutschen Autohersteller hatten Here für mehr als 2,5 Milliarden Euro von Nokia übernommen. Der Kartendienst soll Autobauer in die Lage versetzen, mit hochpräzisen Daten auch selbstfahrende Fahrzeuge zu navigieren.