Das Internet-Warenhaus will in Deutschland zusätzlichen Umsatz als Anbieter von E-Commerce-Plattformen erzielen: Die Technologie und Erfahrung von Amazon soll traditionellen Einzelhändlern zur Verfügung gestellt werden.

Der Online-Händler Amazon plant offenbar eine Offensive in Deutschland. "Im internationalen Geschäft liegt unser größtes Wachstumspotenzial", sagte Konzernchef Jeff Bezos im Gespräch mit dem Handelsblatt. In Deutschland sehe der Vorstandschef des Internet-Warenhauses aus Seattle/Washington besonders gute Chancen. Der Umsatz von Amazon steigerte sich 2001 in Deutschland um 95%. Nun will Amazon in Deutschland zusätzlichen Umsatz als Anbieter von E-Commerce-Plattformen erzielen: Die Technologie und Erfahrung von Amazon soll traditionellen Einzelhändlern zur Verfügung gestellt werden.

Wie das Handelsblatt weiter berichtet, wickelt Amazon in den USA schon jetzt den Online-Verkauf von Unternehmen wie dem Discount-Einzelhändler Target und der Elektronikwaren-Kette Circuit City ab. Weitere Kandidaten in den USA seien im Gespräch. Nach Angaben von Bezos machte dieser Bereich im vergangenen Quartal mit 98 Mrd. US-Dollar zwar nur 9% des Gesamtumsatzes aus. Für Amazon sei dieses Geschäft jedoch hoch profitabel, da man Kommissionen und einen Anteil am Umsatz bekomme, ohne sich um kostenträchtige Bereiche wie Lagerhaltung kümmern zu müssen.

In Großbritannien hat Amazon den E-Commerce-Plattform-Service unter anderem für den Weinhändler Virgin Wine und den Buchhändler Waterstone übernommen. Ähnliches will Amazon jetzt auch in Deutschland anbieten, sagt Bezos gegenüber dem Handelsblatt. Der deutsche Markt mache einen Großteil des außeramerikanischen Jahresumsatzes von gut 500 Mrd. US-Dollar aus. (ST)


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