American Express will auf dem deutschen Markt Boden gut machen. Dazu hat das US-amerikanische Kredikartenunternehmen sein Bonuspunkteprogramm überarbeitet. Davon sollen auch Händler profitieren.

Kunden von American Express (Amex) können seit September mit ihren Membership Rewards-Punkten in über 400 deutschen Onlineshops bezahlen, unter anderem bei Ikea. Dabei soll es nicht bleiben, weitere Webshops werden folgen.

Außerdem haben Kartenmitglieder von nun an die Möglichkeit, offene Kartenbeträge für Reiseleistungen mit Bonuspunkten zu begleichen. Dies gilt für Transaktionen bei Fluggesellschaften, Hotels, Mietwagen, Reisebüros, Kreuzfahrten oder Veranstaltern.

Neue Strategie bei Amex

Von der Erweiterung des 1993 in Deutschland eingeführten Amex-Punkteprogramms profitiere nicht nur der Endkunde: "Der Händler bekommt Umsätze aus einem Loyalty Programm, für das er keine Kosten hat", sagt Sonja Scott, die bei Amex für den Bereich Corporate Payment zuständig ist.

Die Erweiterung ist Teil der neuen Strategie von American Express: Nicht nur die großen, sondern auch die kleinen und mittleren Händler sollen verstärkt als Kunden gewonnen werden. Dazu hat der Konzern auch intern umstrukturiert, Mittelständler und Händler haben statt wie früher mehrere nun nur noch einen Ansprechpartner.

Mehr dazu in der nächsten Ausgabe von Der Handel, die am 6. Oktober erscheint.