Den deutschen Kreditkartenmarkt dominieren Mastercard und Visa. American Express will nun Boden gewinnen - mit einer "Karte für jeden".

Die Akzeptanz von Kreditkarten von American Express hält sich bei deutschen Verbrauchern bisher in Grenzen. Die Karte war im Vergleich zu den anderen Anbietern zu teuer. Und: Die Zielgruppe war eher auf Premiumkunden ausgerichtet.

Nun wollen die Amerikaner mit einem neuen Angebot den Markt aufmischen - und intensivieren dabei die Kooperation mit einem Massenanbieter für Schnäppchenjäger: Payback. Zusammen mit dem Bonusprogramm gibt American Express eine kostenlose Kreditkarte heraus, zumindest für die Kunden, die die Karte bis zum 31. Mai dieses Jahres beantragen. Normalerweise werden für Inhaber ab dem zweiten Jahr 40 Euro Gebühr fällig. Zusätzlich erhalten die Kunden der neuen Karte als Startguthaben 4.000 Paybackpunkte, was einem Gegenwert von 40 Euro entspricht.

Ein Produkt, viele Möglichkeiten

Das neue Produkt verstehen beide Kooperationspartner als Weiterentwicklung der ersten gemeinsamen Kreditkarte, die im November 2012 in Deutschland eingeführt wurde. Thomas Nau, Deutschlandchef von American Express, spricht von einer "Karte für jeden". Sie solle Bonusprogramm, Kundenkarte, internationales Zahlungsmittel und bequemes Zahlungsziel vereinen.

Der Payback-Europachef Bernhard Brugger sieht durch die neue Karte attraktivere und sichere Einkaufsmöglichkeiten für die rund 20 Millionen Mitglieder des Bonusprogramms. So erhalten Karteninhaber etwa für jeden Karteneinsatz 1 Punkt je 2 Euro Umsatz - unabhängig davon, ob das Geschäft oder der Onlineshop Payback-Partner ist oder nicht. Ausgenommen sind hier lediglich Tankstellenumsätze.

Erhältlich ist die Karte nicht nur bei Payback und American Express, sondern auch bei  Galeria Kaufhof und bei dm-Drogerie Markt. Bei der Akzeptanz im Handel hat American Express noch einen kleinen Schritt nach vorne gemacht: Ab sofort kann an allen Star Tankstellen in Deutschland mit der der Karte bezahlt werden, wie das Unternehmen mitteilt.