Die Stimmung unter den deutschen IT-Dienstleistern hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Die Unternehmen der Branche rechnen aber auch für das laufende Jahr mit einem anhaltenden Preisdruck.

Die Stimmung unter den deutschen IT-Dienstleistern hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Die Unternehmen der Branche rechnen aber auch für das laufende Jahr mit einem anhaltenden Preisdruck. Der überwiegende Teil der IT-Dienstleister geht laut der von Berlecon Research veröffentlichten Analyse "IT-Services 2005" zwar von einem Plus bei Umsatz, Ertrag sowie Auftrags- und Personalbestand aus.

Allerdings zeigen nur fünf Prozent der befragten Unternehmen Optimismus bei der Preisentwicklung. Fast drei Viertel der IT-Dienstleister gehen demnach von konstanten Preisen aus. 21 Prozent rechnen mit weiter sinkenden Preisen. "Die Tagessätze sind auf ähnlichem Niveau wie 2002. Erst für 2006 erwarten die Anbieter leichte Verbesserungen", sagte Berlecon-Chef Thorsten Wichmann.

Dagegen betrachtet nur ein Fünftel der befragten Unternehmen die Auslagerung von Geschäftsbereichen in Billiglohnländer wie Indien (Offshoring) als ernsthafte Konkurrenz. Vielmehr geht ein Großteil der IT-Dienstleister laut Analyse davon aus, dass sie sich auf Leistungen fokussieren, in denen die auswärtigen Mitbewerber keine Preisvorteile haben.

"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die öffentliche Diskussion die Bedrohung durch Offshore-Dienstleister derzeit überzeichnet", sagte Wichmann. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Anbieter die mittelfristige Konkurrenz durch Offshoring unterschätzten, so Wichmann weiter.

Für die Analyse "IT-Services 2005" hat Berlecon im Winter 2004 eine Befragung unter deutschen IT-Dienstleistern mit mehr als 20 Mitarbeitern durchgeführt. An der Befragung nahmen 160 Unternehmen teil. (KC)