Der Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte waren in den vergangenen Monaten die Gewinner im Markt für rezeptfreie Medikamente.

In den Monaten Juli bis September gehörten die niedergelassenen Apotheker zu den Verlierern im sogenannten OTC-Markt. Die Gewinner bleiben der Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte aufgrund ihrer günstigeren Preise.

Im dritten Quartal 2008 setzte der deutsche Markt für rezeptfreie Medikamente über die klassischen Vertriebsschienen hinweg (Apotheken, Drogeriemärkte und Lebensmittelhandel) insgesamt 1,71 Milliarden Euro um - also 2,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das meldet das Marktforschungsinstitut Nielsen.

Negativer Trend setzt sich fort

Der  Absatzrückgang betrug 2,5 Prozent oder 293 Millionen Packungen. Damit hat sich auch in den vergangenen drei Monaten nichts am schon seit Jahresbeginn 2008 erkennbaren Negativtrend bei rezeptfreien, apothekenpflichtigen sowie freiverkäuflichen Arzneimitteln und Nichtarzneimitteln geändert.

Im Gegensatz zum OTC-Markt konnte der Gesamtmarkt für Pharma- und Healthcare-Produkte im selben Zeitraum eine positive Umsatzentwicklung verzeichnen (plus 1,6 Prozent), sagen die Marktforscher.

Getrieben wird dieses leichte Wachstum in erster Linie von eingelösten Kassenrezepten für rezeptpflichtige Arzneimittel (3,7 Prozent), in geringerem Umfang auch für rezeptfreie Arzneimittel und Nichtarzneimittel (1,5 Prozent).

Selbstmedikation rückläufig

Die anhaltend schwache Performance des OTC-Marktes wird durch die rückläufige Selbstmedikation mit Produkten aus der Apotheke verursacht.

Die Spezialisten haben jedoch mit 83 Prozent Umsatzanteil nach wie vor einen großen Vorsprung vor ihren Wettbewerbern Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte.