Nun ist es offiziell: Der erste Apple Store in Deutschland wird noch in diesem Jahr in München eröffnen. Weitere Geschäfte sind geplant.

Auf der diesjährigen Immobilien-Fachmesse Expo Real war es noch ein heißes Greücht, nun ist es offiziell: Apple steigt in den deutschen Einzelhandel ein und wird in der Münchner Innenstadt einen eigenen Apple Store eröffnen.

Am Donnerstag entfernten Arbeiter an der Baustelle in der Nähe des Marienplatzes die Schutzplanen, so dass das meterhohe Logo des kalifornischen Unternehmens sichtbar wurde.  Die Computerfirma wird in die Rosenstrasse unmittelbar neben Sport Schuster, dem Münchener Platzhirsch für Bergsteiger-, Outdoor und Skibedarf, einziehen.

Die Eröffnung findet voraussichtlich am 6. Dezember statt, wie gut informierte Apple-Blogs vermelden. Laut Unternehmen soll der Store zumindest noch in diesem Jahr eröffnet werden.

Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr 2008 machte der Konzern in rund 225 Apple Stores weltweit einen Umsatz von umgerechnet fünf Milliarden Euro und erwirtschaftete dabei einen Gewinn von 800 Millionen Euro.

Weitere Niederlassungen der Kult-Marke in Deutschland geplant

Über die Eröffnung des ersten Apple Stores in Deutschland war seit Monaten spekuliert worden. Bislang hat sich das Unternehmen aber nicht konkret zu seinen Plänen im deutschen Einzelhandel geäußert. Apple-Vertriebsvorstand Ron Johnson hatte jedoch im November in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus indirekt die Eröffnung von Apple Stores in München, Berlin, Frankfurt, Köln und Düsseldorf angekündigt.

Die Branche ist über den direkten Auftritt von Apple im Einzelhandel geteilter Meinung. Etliche Apple-Fachhändler befürchten, dass Apple ihnen nun Konkurrenz machen wird. Archibald Horlitz, Geschäftsführer der Handelskette Gravis, sagte dagegen, ein Verdrängen der bisherigen Partner sei nicht im Interesse von Apple: "Der Apple-Store wird den deutschen Apple-Markt beleben."Davon profitiere auch Gravis, sofern die partnerschaftliche Zusammenarbeit weiter fortgeführt werde, "sprich Fairness in den Punkten Warenverfügbarkeit und Preisgestaltung für die Endkunden".

Hanno Bender mit Material von dpa