Apple freut sich über das beste Quartal der Firmengeschichte. Während sich iPhones und Desktop-PCs hervorragend verkaufen, geht der Absatz von iPods allerdings zurück. Der neue Hoffnungsträger heißt iPad.

Was Apple auch anpackt - es ist irgendwie immer erfolgreich. So war das vierte Quartal 2009 – das im übrigen das erste Quartal im Geschäftsjahr 2010 des Unternehmens ist – auch das bislang profitabelste der Unternehmensgeschichte: Der Umsatz lag bei 15,68 Milliarden US-Dollar (11,12 Milliarden Euro) nach 11,88 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2008. Der Nettogewinn stieg in diesem Zeitraum von 2,26 auf 3,38 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Montag (Ortszeit) in Cupertino, Kalifornien, mitteilte.

Im dritten Quartal des vergangenen Jahres hatte Apple das Handy "iPhone 3GS" eingeführt – was den Verkäufen richtig gut tat: Das Apple-Handy legte nach Stückzahlen mit 8,7 Millionen verkauften iPhones im letzten Quartal des Jahres 2009 um satte 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Laut Marktforschern ist Apple derzeit der profitabelste Mobiltelefonhersteller der Welt.

iPod-Verkaufszahlen gehen um acht Prozent zurück

Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte Apple die Zahl der verkauften Desktop-Rechner immerhin um 33 Prozent auf 3,36 Millionen Stück steigern. Dazu dürften wohl die neuen iMacs ihren Beitrag geleistet haben.

Der mobile Musikplayer iPod macht Apple unterdessen ein bisschen Sorge: Im letzten Quartal des Jahres 2009 gingen die Stückzahlen an verkauften iPods im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 21 Millionen zurück.

Tablet PC "iPad" vorgestellt

Abzuwarten bleibt, wie sich die neueste Idee der Kalifornier entwickeln wird: Am Mittwoch hatte der Konzern seinen Tablet-Computer "iPad" vorgestellt. Während im Internet schnell die ersten Witze kursierten, dass eine kleinere Version des Tablet-PCs "iTampon" heißen müsste - als "Pads" werden in Amerika unter anderem auch Damenbinden bezeichnet -, sind Branchenbeobachter skeptisch, ob sich der neue Apple Tablet PC durchsetzen wird.

Zum einen gibt es keine revolutionär neue Technik in dem Gerät, obwohl diese verfügbar wäre. Zum anderen wird bezweifelt, dass die Konsumenten noch ein weiteres, größeres Gerät mit sich herumtragen werden, mit dem sie nicht mal telefonieren können. Doch Apple setzt auf attraktive Preise: Die iPads kosten von 499 Dollar an aufwärts, das sind umgerechnet rund 360 Euro. Damit zielt der Computerhersteller auf das Segment der so genannten Net-Books - und könnte den Wettbewerbern, die sich dort tummeln, das Leben schwer machen.