Die Arbeitgeber im Einzelhandel legen ein erstes Angebot in der aktuellen Tarifrunde vor - knüpfen die in Aussicht gestellten Lohnerhöhungen aber an eine Bedingung.

Im Tarifkonflikt des deutschen Einzelhandels haben die Arbeitgeber erstmals ein Angebot vorgelegt. Der Vorschlag im Tarifbezirk Baden-Württemberg sieht eine zweistufige Erhöhung der Löhne von insgesamt vier Prozent vor - bei einer Laufzeit bis März 2015. Voraussetzung sei aber, dass die Gewerkschaft Reformen in den Tarifverträgen akzeptiere, teilte Arbeitgeber-Verhandlungsführer Philip Merten in Böblingen zur dritten Tarifrunde am Montag mit.

"Wir sind bereit, mit Verdi über Entgelterhöhungen zu verhandeln, aber nur im Zusammenhang mit einigen für die Branche wichtigen Reformpunkten", unterstrich Merten. Verdi fordert in manchen Tarifbezirken eine Erhöhung von 6,5 Prozent, in anderen einen Euro mehr pro Stunde. Änderungen im Manteltarif lehnt die Gewerkschaft ab.

Die Tarifverhandlungen werden regional geführt. Häufig werden die Abschlüsse in den großen Bezirken Baden-Württemberg und Nordrhein- Westfalen gefunden. Die Arbeitgeber in NRW haben ebenfalls ein Entgelt-Angebot für die dritte Runde Anfang Juli angekündigt.