Die Aktionäre des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor proben den Aufstand - und rechnen mit dem ehemaligen Konzernchef Thomas Middelhoff ab.

Einige Aktionäre der Arcandor AG, Essen, wollten auf der Hauptversammlung des Unternehmens den ehemaligen Vorstand für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 (30. September) nicht entlasten.

Der Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff habe keine gute Arbeit geleistet, sagte Jürgen Erdmann, Sprecher der Schutzvereinigung der Kapitalanleger (SdK), am Mittwoch der Hauptversammlung in Düsseldorf. Aus diesem Grund sei eine Entlastung nicht möglich.

Middelhoff habe vor allem das Vermögen des Konzerns vernichtet hieß es. Lesen Sie hier ein Porträt des Ex-Arcandor-Chefs.

Marc Tüngler von der Schutzvereinigung der Wertpapierbesitz (DSW) forderte den neuen Vorstandsvorsitzenden Karl-Gerhard Eick zum entschiedenen Handeln auf. "Wir haben keine Lust mehr auf Luftschlösser", sagte Tüngler mit Blick auf die seiner Einschätzung nach nicht eingelösten Versprechen von Middelhoff.

Gleich die erste Rede des neuen Vorstandsvorsitzenden hat den Aktienkurs von Arcandor am Mittwoch unter Druck gesetzt. Die Anteilsscheine verloren bis 10.30 Uhr 4,1 Prozent auf 1,41 Euro.

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