Die Deutsche Post DHL erleidet wegen der Insolvenz des Handelunternehmens Arcandor Millionenverluste - und streicht nun mehrere Hundert Jobs.

Betroffen sind insgesamt 560 Stellen - 240 DHL-Jobs bei der Karstadt-Logistik in Unna und Holzwickede und weitere 320 DHL-Arbeitsplätze für Quelle, sagte ein Sprecher der Post am Freitag.

Derzeit sei nicht davon auszugehen, dass es zu einem weiteren Stellenabbau komme. Ob die Maßnahme für die Sanierungspläne ausreiche, hänge jedoch von der Zukunft bei Karstadt und Quelle ab.

Logistikpartner in der Bredouille

Mit DHL ist die Post bisher größter Logistikpartner von Arcandor und wickelt einen Großteil der Lagerhaltung und des Warentransports für Karstadt und Quelle ab.

Rund 3.000 DHL-Beschäftigte arbeiten in der Logistik direkt für Arcandor. Weitere rund 1.000 Post-Mitarbeiter aus dem Brief- und Paketbereich erledigen Aufträge etwa beim Versand von Katalogen und Paketen von Quelle.

40 Millionen Verlust durch Arcandor

Die Insolvenz von Arcandor hat sich bereits negativ in der Halbjahresbilanz 2009 der Post niedergeschlagen. Der Schaden belief sich auf rund 40 Millionen Euro.

Die Post hatte vor vier Jahren die Transportlogistik von KarstadtQuelle (jetzt Arcandor) übernommen. Der Umsatz von DHL mit Arcandor soll nach Branchenangaben bei mehr als 500 Millionen Euro im Jahr liegen.