Die traditionsreiche Kaufhaus-Marke Wertheim soll aufgegeben werden. Der Grund: Der Handelskonzern Arcandor muss sparen.

Die beiden Berliner Wertheim-Kaufhäuser am Kurfürstendamm und in Steglitz, die aus dem einstigen Kaufhausreich übriggeblieben sind, werden künftig Karstadt heißen, kündigte Konzernsprecher Jörg Howe im „Tagesspiegel”: „Der Name Wertheim verschwindet.”

Traditionsreiche Marke

Die Wertheim-Dynastie begann vor 133 Jahren mit der Gründung des ersten Kaufhauses in Stralsund. Mit der Umbenennung will der Arcandor-Konzern, der durch Probleme in seiner Warenhaussparte schwer belastet ist, Geld einsparen.

Zwei Millionen Euro habe die Wertheim-Werbung pro Jahr gekostet, sagte Howe. Diese Kosten fielen künftig weg.

Mit der Ertragskraft der Berliner Kaufhäuser habe die Entscheidung dagegen nichts zu tun. „Mit beiden Häusern sind wir sehr zufrieden”, betonte der Sprecher.

Für Mitarbeiter ändert sich nichts

Das Wertheim-Haus am Kurfürstendamm wird nach Unternehmensangaben zum 4. Oktober umbenannt, das Steglitzer Haus an der Schloßstraße, das zurzeit umgebaut wird, im April 2009 als Karstadt-Haus wiedereröffnet.

Für die rund 700 Wertheim-Mitarbeiter werde sich nichts ändern, versicherte der Sprecher. Sie hätten schon länger Karstadt-Arbeitsverträge.

Der Betriebsrat wollte sich auf einer dpa-Anfrage zum Thema nicht äußern.

dpa