Der schwer angeschlagene Handelskonzern will sich mit einem „Zukunftspakt” retten. Davon betroffen ist vor allem die Belegschaft. 

Management, Arbeitnehmervertreter und die Gewerkschaft Verdi haben eine Vereinbarung über den sogenannten „Zukunftspakt” beim Handelskonzern Arcandor unterzeichnet.

Die Vereinbarung sieht Einsparungen bei den Personalkosten in Höhe von 115 Millionen Euro jährlich mit einer Laufzeit von drei Jahren vor. Sie steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Verdi-Tarifkommissionen.

„Zukunftssicherung” auf Kosten der Mitarbeiter

Man habe sich „auf einen Arbeitnehmerbeitrag zur Wettbewerbssteigerung und langfristigen Zukunftssicherung von Arcandor verständigt,” sagte ein Sprecher. Der Arcandor-Konzern ist die Muttergesellschaft des Warenhausunternehmens Karstadt und des Versandhändlers Primondo.

Die Einsparungen betreffen die Handelstöchter sowie die Holding. Die Touristiksparte Thomas Cook sei von den Maßnahmen nicht betroffen, teilte der Konzern mit.

Keine Entlassungen

Laut Unternehmen wird es im Rahmen des Paktes kein Stellenabbau erfolgen. Nach Auslaufen des Programms werden die Mitarbeiter zudem an dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt.

Bis Anfang November sollen die Details für die beteiligten Einzelgesellschaften ausgehandelt werden.