Die Mehrheit der weltweiten Finanzdienstleistungsunternehmen hat die enorme Bedeutung des E-Business noch nicht erkannt. Das ist das Ergebnis der vom internationalen Beratungs- und Prüfungsunternehmen Arthur Andersen durchgeführten Studie "Mit E-Business erfolgreich in der New Economy: Vision und Realität".

Die Mehrheit der weltweiten Finanzdienstleistungsunternehmen hat die enorme Bedeutung des E-Business noch nicht erkannt. Das ist das Ergebnis der vom internationalen Beratungs- und Prüfungsunternehmen Arthur Andersen durchgeführten Studie "Mit E-Business erfolgreich in der New Economy: Vision und Realität".

Arthur Andersen untersuchte die Gründe für die Diskrepanz, die in der Finanzdienstleistungsbranche zwischen der Einschätzung der Möglichkeiten des Internets einerseits und ihrer Umsetzung andererseits besteht. Die Studie beleuchtet außerdem die Faktoren, die die Implementierung von E-Business fördern bzw. hindern, und bewertet die daraus resultierende Bereitschaft der Branche, in E-Business-Lösungen zu investieren. Im Rahmen der Studie wurden zwischen September und November 1999 weltweit 200 führende Finanzdienstleistungsorganisationen (Banken, Vermögensverwalter und Versicherungen) befragt.

Die Studie zeigt einige wesentliche Faktoren auf, die den Einzug des E-Business in Finanzdienstleistungsunternehmen bremsen. So glauben 80% der befragten Firmen, dass (vermeintliche) Zweifel der Kunden im Hinblick auf die Sicherheit von E-Business-Transaktionen die Akzeptanz des elektronischen Handels hemmen. Laut Studie haben 72% der Unternehmen auch Angst, in falsche Lösungen zu investieren. Zwei Drittel der Organisationen zweifeln an den Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter, die E-Business-basierte Unternehmensstrategie ausreichend unterstützen zu können.

Die Studie zeigt auch, welche Faktoren den Aufbau des E-Business antreiben. 48% der befragten Unternehmen beurteilen die Kundenakzeptanz im Hinblick auf E-Business als wesentlichen Faktor, die Technologie in ihrem Unternehmen einzuführen. Wie die Studie überraschend belegt, betrachten nur 9% der Organisationen den vermehrten Dialog mit dem Kunden und den Ausbau von Kundendienstleistungen als Antrieb für den Einsatz von E-Business-Transaktionen.

"Für viele Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche hat E-Business noch nicht die Priorität, die es verdient. Sie erkennen nicht, dass das Internet weitaus mehr ist als ein Marketingwerkzeug oder ein zusätzlicher Vertriebsweg. Diejenigen werden am Markt gewinnen, die E-Business schnell und umfassend in ihre Gesamtstrategie integrieren und ihr Geschäftsmodell danach ausrichten. Die alte Weisheit "structure follows strategy" könnte man heute in vielen Bereichen um "strategy follows technology" ergänzen", sagt Dr. Hermann Wagner, Leiter der Financial Services bei Arthur Andersen, Deutschland.

"Unsicherheit und übervorsichtiges Verhalten hindern viele Finanzdienstleistungsunternehmen daran, sich in diesem Bereich voll zu engagieren", so Wagner. "Abwarten, bis die Trendsetter der Branche den Weg bereitet haben, wird aber zunehmend gefährlicher. Denn die Trendsetter kommen längst nicht mehr nur aus den eigenen Reihen. Für Unternehmen, die nicht handeln, besteht die Gefahr, dass sie immer schneller Marktanteile an aggressive neue Marktteilnehmer verlieren."


Die Ergebnisse auf einen Blick:

Aktuelle strategische Herausforderungen
Für Unternehmen sind eine Reihe unternehmensstrategischer Fragen wichtiger als E-Business, ungeachtet der Tatsache, dass diese Strategien durch E-Business neu gestaltet werden - und E-Business eine Lösung zu diesen Fragen bieten kann.

ATreiber und Hindernisse für die Annahme des E-Business
Die Kundenakzeptanz wird als wesentlicher Faktor für das Wachstum von E-Business genannt. Als Hindernis wurde die vermeintliche Unsicherheit der Transaktionen sowie die Möglichkeit, Fehlentscheidungen zu treffen, erwähnt.

Marketing-Ansätze für die E-Strategy
Unternehmen sehen im E-Business eher eine Marketing-Plattform als eine Transaktions-Plattform - eher einen Weg für Kundenkommunikation als ein Medium der Kundeninteraktion.

Outsourcing
Aus Angst, in falsche Technologien zu investieren, entscheiden sich Unternehmen dazu, Technologielösungen auszugliedern.

Organisation des E-Business
Unternehmen möchten E-Business in die derzeit bestehenden Managementstrukturen integrieren, anstatt eigenständige neue Einheiten zu bilden oder E-Business als Plattform für die Umgestaltung der bestehenden Organisation zu nutzen.

Trends für die Zukunft
Trotz ihrer allgemeinen Vorsicht sind die Befragten optimistisch, dass das Internet in den kommenden Jahren erhebliche Wachstumspotenziale bilden wird.


FIRMENPROFIL:

Arthur Andersen ist ein Unternehmen der weltweiten Andersen Organisation und entwickelt Lösungen unter Einsatz der Bereiche Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Corporate Finance, Human Capital Services, Rechts- und Steuerberatung. Arthur Andersen wurde 1913 gegründet und beschäftigt 77.000 Mitarbeiter in 84 Ländern. Die Umsätze beliefen sich 1999 auf über 7 Mrd. US-Dollar.


KONTAKT:

Arthur Andersen
Kerstin Gauf
Mergenthalerallee 10-12
65760 Eschborn
Tel. 06196-997798
Fax 06196-996927
E-Mail: kerstin.gauf@de.arthurandersen.com
Intenet: www.arthurandersen.de