Audi baut seine A-1-Baureihe aus. Zwei zusätzliche Türen und neue Motoren ergänzen das Angebot.

Sportlich, spritzig, sparsam. Selbst kühl rechnende Dienstwagenfahrer und Fuhrparklenker kommen häufiger ins Grübeln, ob sie auf dem Firmenparkplatz nicht etwas mehr Emotion wagen und gleichzeitig noch mehr Umweltbewusstsein an den Tag legen sollten.

Letzteres wird in immer mehr Unternehmen sogar zur Vorgabe - und da sind  plötzlich auch Kleinwagen kein Tabu mehr, um den Flottenverbrauch zu senken, oder die CO2 -Emissionsvorgaben einzuhalten. 

A 1 hat sich im Markt etabliert

Erst recht, wenn sie aus dem Hause Audi, einem der führenden Dienstwagenanbieter, stammen. Nach verhaltenem Start hat sich der 2010 eingeführte A 1 mit inzwischen 118.200 Verkäufen weltweit im Markt etabliert. In Deutschland fand Audis Kleinster im vergangenen Jahr 28.932 Liebhaber, was einer Steigerungsrate von 242,5 Prozent entspricht.

Taugt der A 1 also wirklich für die Flotte? Er taugt, wenn der Nutzer beruflich in der Regel allein ohne ausladendes Musterkoffer-Sortiment und privat bestenfalls zu zweit unterwegs ist.

Viertürige Variante für 850 Aufpreis

Zudem rollt im Laufe des Februars, rund eineinhalb Jahre nach dem Debüt der zweitürigen, nun auch die viertürige Variante (850 Euro Aufpreis) mit dem modischen Namenszusatz „Sportback" zu den Händlern.

Das macht den Kleinen nicht größer, - die Abmessungen beider Modellversionen sind praktisch identisch - aber zumindest den Einstieg in die zweite Reihe einfacher. Die bietet serienmäßig zwei Sitzplätze und Getränkehalter in der Mitte, kann aber ohne Preisaufschlag auch als dreisitzige Bank bestellt werden.

Langstreckenqualitäten

Im Arbeitsleben zeigt der bayerische Mini, der in der belgischen Hauptstadt Brüssel von den Bändern läuft, sogar seine Langstreckenqualitäten. Frankfurt - Berlin, hin und zurück. Kein Problem. Mit dem absolut empfehlenswerten 1,6-Liter-Diesel (77 kW/105 PS) fährt man dabei zum Sparkurs.

Wer nicht allzu viel Terminstress hat, kommt mit rund fünf Litern auf 100 Kilometern aus. Bei ganz konsequent schonendem Umgang mit dem Gaspedal rückt sogar der Normwert von 3,8 Litern in Reichweite.

Größerer Diesel und Benziner mit Zylinderabschaltung

Wem die Leistung nicht ausreicht, der kann ab Sommer zum 2,0-Liter-TDI mit 105 kW/143 PS greifen. Damit wird der A 1 bis zu 217 km/h schnell. Als Mixverbrauch gibt der Hersteller 4,1 Liter an - der Preis folgt ebenso wie für den neuen 1,4 Liter TSFI (103 kW/140 PS) mit Zylinderabschaltung.

Wird die Leistung nicht benötigt, schickt die Elektronik bei diesem Antrieb zwei der vier Zylinder in die Pause. Der Fahrer spürt, wie sich beim ersten Test herausstellte, keinen Unterschied und stellt die Zahl der aktiven Zylinder allein durch eine Anzeige im Bordcomputer fest. Die Technik soll bis zu 0,4 Liter Benzin pro 100 Kilometer einsparen, womit der Normverbrauch bei lediglich 4,7 Litern liegt.

Internet und WLAN

An Interieur und Ausstattungsdetails fehlt dem Dienstwagenfahrer gegenüber den größeren Brüdern A 3 und A 4 ohnehin praktisch nichts. Das zweitürige 3,95-Meter-Wägelchen kann mit allen technischen Errungenschaften aus dem Audi-Baukasten vom siebenstufigen Automatikgetriebe bis hin zum großen Navigationsbildschirm inklusive Internetzugang, Google-Earth-Bildern und WLAN bestückt werden. Dann steigt der Preis aber leicht über die 30.000-Euro-Marke.

Insgesamt umfasst das Angebot nun drei Diesel- und vier Benzinmotoren. Der Basispreis für den 1,2 TFSI mit zwei Türen liegt bei 16.100 Euro.

Bernd Nusser