Der neue A 3 Sportback bietet sich für die Flotte an und wird das Absatzvolumen des bayerischen Automobilherstellers Audi weiter steigern.

Rekorde, Ehrungen und Auszeichnungen: Audi lässt keinen Superlativ aus. Während die gesamte Automobilbranche seit Wochen den Rückwärtsgang einlegt hat, Ford Werke schließt, Opel, Peugeot, Citroen, Renault und die Fiat-Gruppe verzweifelt gegen die Krise anfahren, Toyota mit ständig neuen Rückrufaktionen beschäftigt ist
und Mercedes-Benz dem verloren gegangenen Thron in der Premiumklasse nachtrauert, fahren die Ingolstädter der Konkurrenz weiter auf und davon.

Monat für Monat meldet das Unternehmen neue Bestwerte bei den Absatzzahlen. Auf dem Heimatmarkt gehört Audi von Januar bis Oktober 2012 zu den wenigen Herstellern mit einer positiven Bilanz (plus 9,1 Prozent). Im Oktober fuhren die Bayern mit 24.332 Zulassungen sogar hinter der unangefochtenen Konzernmutter Volkswagen (60.647 Einheiten) auf Rang zwei vor und verdrängten Mercedes-Benz (24.215).

Steigerungen im relevanten Flottenmarkt

Gleiches Bild im relevanten Flottenmarkt, wo Audi, laut den Marktbeobachtern von Dataforce, in den ersten drei Quartalen des Jahres um 9.542 Fahrzeuge zulegte. In der Hitliste der Modelle liegen A 4 und A 6 gleich hinter VW Passat und Golf, aber vor Mercedes-Benz C-Klasse und BMW Fünfer und Dreier.

Dazu verlieh eine Expertenjury dem neuen A 3 das traditionsreiche „Goldene Lenkrad" als beste Neuerscheinung in der Kompaktklasse - obwohl Mercedes-Benz mit seiner Neuausrichtung der A-Klasse mächtig auftrumpfte und sich sicher auch Chancen auf den Titel ausgerechnet hatte. Und schließlich ließ es sich sogar der Verband der Zeitungsverleger nicht nehmen, Audi-Chef Rupert Stadler mit der „Goldenen Victoria" als „Unternehmer des Jahres" auszuzeichnen.

Auslieferungsstart Mitte Februar 2013

Was die Herren der vier Ringe derzeit anfassen, es gelingt. Und so wird auch die zweite Karosserievariante des A3, die beim seit 2004 gebauten Vorgänger in Deutschland immerhin Zweidrittel der Verkäufe ausmachte, nach dem Auslieferungsstart ab Mitte Februar 2013 Wohlstand und Erfolg des Herstellers mehren. Zumal auch die oberbayrische Marketingabteilung ganze Arbeit leistet: Audi stellt dem zweitürigen nicht einfach nur ein viertüriges Modell zur Seite, nein der Wagen wird auch noch mit der Bezeichnung „Sportback" geadelt und quasi als eigenständige Entwicklung gepriesen.

Immerhin haben sich die Ingenieure die Mühe gemacht, dem Viertürer für 900 Euro Aufpreis 2,6 Zentimeter mehr Radstand und sieben Zentimeter mehr Gesamtlänge (4,31 Meter) zu spendieren. Das kommt den Fahrgästen im Fond zu Gute, die nicht nur bequemer ein- und aussteigen können, sondern auch spürbar mehr Beinfreiheit genießen.

Zudem legte der Kofferraum auf 380 Liter Volumen zu, kann durch Umklappen der Rücksitzbank auf 1.220 Liter erweitert werden und misst in der Breite zwischen den Radkästen exakt einen Meter. Mit diesen praktischen Tugenden bietet sich der A 3 Sportback auch für die Flotte an. Die 900 Euro Aufschlag für die beiden hinteren Türen sind gut angelegt.

Zunächst stehen zwei Diesel- und zwei Benzinmotoren zur Wahl

Ansonsten setzt Audi auf bewährte Stilelemente der zweitürigen Version, die teils Oberklasseniveau erreichen. Zum Verkaufsstart stehen zwei Diesel- und zwei Benzinmotoren zur Wahl. Die Selbstzünder leisten 77 kW/105 PS (25.400 Euro) und 110 kW/150 PS (27.200). Wenn Audi im Frühjahr den geplanten 1,2-Liter-Benziner (77 kW/105 PS) nachreicht, liegt der Grundpreis bei 22.500 Euro.
 
Der kann angesichts der zahlreichen technischen Finessen in der Sonderausstattungsliste bis hin zum Internetzugang mit diversen Onlinediensten fast beliebig nach oben getrieben werden. Ein für Erdgas und Methan ausgelegter Turbomotor ist gleichfalls für das nächste Jahr, eine Elektro-Variante für 2014 versprochen.

Bernd Nusser