Vier Jahre stand die alte Hertie-Filiale in Berlin-Moabit leer - nun haben die Konsumenten dort wieder eine Möglichkeit, Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen.

In kleinen Schritten geht es voran mit der Umnutzung ehemaliger Hertie-Standorte. Vorige Woche wurde bekannt, dass zuletzt 7 von bisher 32 leerstehenden Häusern verkauft wurden. Und seit diesem Donnerstag ist in Berlin zu besichtigen, was aus solchen Filialen werden kann: Im Stadtteil Moabit wurde um 9 Uhr ein Nahversorgungzentrum eröffnet.

Vier Jahre lang stand zuvor das ehemalige Hertie-Kaufhaus in der Turmstraße leer, nun beherbergt das Haus je eine Filiale von C&A, Reno und dm Drogeriemarkt. Zudem gibt es hier jetzt eine Apotheke, einen Backshop, einen asiatischen Supermarkt sowie eine Servicestelle der Krankenkasse AOK. Zudem wird Mitte Juni ein Fitnessstudio ins zweite Obergeschoss einziehen. In den beiden oberen Etagen sollen 48 Wohnungen entstehen, teilt der Projektentwickler MIB mit.

Die 1882 gegründete Warenhauskette Hertie war 1993 vom Karstadt-Konzern übernommen worden, die Häuser wurden umbenannt. 2005 verkaufte KarstadtQuelle 74 Häuser an britische Finanzinvestoren, die später den Namen Hertie wiederbelebten. 2008 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Rund 2.600 Mitarbeiter verloren ihren Job.