Das Unternehmen Neckermann war unverkäuflich - nur das Hochregallager hat einen Investor gefunden. Und das rettet die Jobs von einigen Mitarbeitern.

Aus der Insolvenzmasse des untergegangenen Versandhandelsunternehmens Neckermann ist als Filetstück das Hochregallager verkauft worden. Der neue Investor wolle am Standort Frankfurt zunächst 20 bis 30 Leute beschäftigen und setze dabei auf die früheren Neckermann-Mitarbeiter, berichtete Insolvenzverwalter Joachim Kühne von der Kanzlei CMS Hasche Sigle am Dienstag auf Anfrage.

Das Unternehmen werde Dienstleistungen für andere Versandhändler erbringen. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Bei der Neckermann-Pleite haben rund 2.000 Menschen in Frankfurt und Sachsen-Anhalt ihre Arbeitsplätze verloren.

Der Insolvenzverwalter hatte zuletzt Gläubigern des Versandhändlers wenig Hoffnung gemacht, ihre Forderungen wenigstens zum Teil eintreiben zu können. Im ersten Halbjahr 2012 habe Neckermann jeden Monat rund 20 Millionen Euro Verlust verbucht. "Die Betriebskosten haben jeden Gewinn aufgesogen", sagte Michael Frege von der Kanzlei CMS Hasche Sigle dem Magazin "Wirtschaftswoche". "Wir hätten nicht einmal mehr den nächsten Monatslohn für die Mitarbeiter überweisen können."