Deutsche Konsumenten geben immer weniger Geld für Bekleidung aus. Und der Textilhandel leidet. Im vergangenen Jahr sind die Umsätze der Branche spürbar gesunken.

Im Jahr 2008 sanken die Umsätze im deutschen Modehandel um vier Prozent, wie die Fachzeitschrift "TextilWirtschaft" in einer Branchenumfrage ermittelte.

Nach starken Hochs und Tiefs im ersten Halbjahr habe sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte 2008 deutlich verschlechtert. Seit Juni seien die Erlöse im Modehandel auf Talfahrt, die wichtigen Monate November und Dezember hätten keine Besserung gebracht, teilte die Zeitschrift am Donnerstag mit.

Schlechtes Konsumklima als Grund ausgemacht

Die Ertragslage habe sich im Jahr 2008 für jedes zweite Geschäft schlechter entwickelt als erwartet, nur 28 Prozent hätten ihr Ergebnis verbessern können. Die Erwartungen für das neue Jahr seien gedämpft.

Lediglich 27 Prozent rechneten mit höheren Umsätzen, 46 Prozent hingegen hätten sich auf weitere Einbußen eingestellt. Als häufigster Grund hierfür werde die schlechte Wirtschaftslage genannt, die sich nach Einschätzung von 93 Prozent der Modehändler negativ auf das Konsumklima auswirken werde.

Die guten Jahre sind vorbei

Für viele Textilhändler sei der Umsatzeinbruch überraschend gekommen, ist ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Noch zu Beginn des vergangenen Jahres herrschte in der Branche noch Optismus. In den Jahren 2007 und 2006 zuvor war die Branche noch um jeweils 1 Prozent gewachsen.