Circuit City ist am Ende: Durch das Aus der zweitgrößten US-Elektronikkette gehen rund 30.000 Jobs verloren. Das Unternehmen sieht sich als Opfer der Finanzkrise.

Alle Bemühungen um einen Verkauf des Unternehmens oder neue Kredite zur Fortführung des Geschäfts seien gescheitert, teilte Circuit City mit. Die Kette mit mehr als 1000 Geschäften wird nun liquidiert.

Das seit fast 50 Jahren bestehende Unternehmen sieht sich als ein Opfer des Nachfragerückgangs als Folge von Finanzkrise und Rezession. Circuit City hatte im November 2008 zunächst einen Insolvenzantrag mit Gläubigerschutz gestellt. Damals konnte die Kette sich noch ein Darlehen über 1,1 Milliarden Dollar für den Weiterbetrieb sichern.

Weitere Pleiten im US-Handel erwartet

Circuit City schrieb in den vergangenen zwei Geschäftsjahren rote Zahlen bei einem Umsatz von zuletzt knapp zwölf Milliarden Dollar. Im November kündigte der Elektronikhändler die Schließung jeder fünften US-Filiale und einen massiven Stellenabbau an. Zuvor hatte Circuit City in den USA und Kanada rund 1.500 Läden.

Die Kette litt auch unter einem scharfen Wettbewerb - etwa mit dem US-Marktführer Best Buy und dem weltgrößten Supermarkt-Betreiber Wal-Mart.

Angesichts der konjunkturellen Talfahrt werden in den USA noch viele weitere Pleiten befürchtet, unter anderem im Handel.