Für die deutsche Automobilbranche ist 2009 sehr gut gelaufen. Dank Abwrackprämie gab es einen Absatzboom wie seit anderhalb Jahrzehnten nicht mehr. Für 2010 sind die Aussichten aber trübe.

Im Jahr der Abwrackprämie sind in Deutschland so viele Autos verkauft worden wie seit 16 Jahren nicht mehr: Insgesamt wurden 3,81 Millionen Neuwagen zugelassen, wie der Verband der Importeure VDIK und der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilten. Das ist im Vergleich zu 2008 ein Plus von 23 Prozent. In den neuen Bundesländern lag die Steigerung gar bei 50 Prozent. 

Die Kleinen gewinnen

Zum Marktwachstum trugen laut dem VDIK Kleinstwagen mit einem Plus von über 100 Prozent, die Kleinwagen mit einem Zuwachs von 71 Prozent sowie die Kompaktklasse bei, die um 34 Prozent zulegte.

In diesen drei Segmenten wurden über 850.000 Fahrzeuge mehr zugelassen als im Vorjahreszeitraum. Somit konnte die zweistellig rückläufige Entwicklung in den Segmenten Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse und Sportwagen aufgefangen werden.

Für 2010 Absatzeinbruch befürchtet

Schon im Dezember bekam die Autobranche in Deutschland allerdings das Auslaufen der Abwrackprämie zu spüren. Die Exportmärkte erholten sich hingegen. Für 2010 rechnen Experten nach dem Rekordjahr mit einem Absatzeinbruch in Deutschland, gleichzeitig dürfte die weltweite Nachfrage etwas anziehen. 

So geht der VDIK-Präsident Volker Lange davon aus, dass dieses Jahr das Volumen der Pkw-Neuzulassungen bei 2,8 Millionen liegen wird. Sollte sich die Wirtschaftslage stabilisieren, könnten auch etwa 2,9 Millionen Neuzulassungen erreicht werden.