Der Abwicklung eines Neuwagenkaufs über das Internet stehen deutsche Autofahrer mehrheitlich skeptisch gegenüber. Allerdings steigt bei entsprechenden Preisnachlässen die Bereitschaft zum Internetkauf deutlich an.

Der Abwicklung eines Neuwagenkaufs über das Internet stehen deutsche Autofahrer mehrheitlich skeptisch gegenüber. Allerdings steigt bei entsprechenden Preisnachlässen die Bereitschaft zum Internetkauf deutlich an. Laut einer aktuellen Untersuchung der GfK Marktforschung ist demnach grundsätzlich ein Potenzial für diesen Vertriebsweg vorhanden.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung des E-Commerce sind auch im Automobilbereich verstärkt Bestrebungen zu erkennen, den Verkauf von neuen Fahrzeugen über das Internet zu etablieren. Jüngst hat - als erster Automobilhersteller in Deutschland - Opel für einen zunächst befristeten Zeitraum den Verkauf von Neuwagen über das Internet gestartet.

Aus den Ergebnissen der von der GfK Marktforschung im Februar dieses Jahres durchgeführten repräsentativen Befragung von deutschen Autofahrern wird deutlich, dass das Internet beim Neuwagenverkauf insbesondere als Informationsmedium wichtig ist. Es wird vor allem für Preisvergleiche herangezogen. Dagegen ist die Bereitschaft, einen Wagen im Internet zu kaufen, weitaus weniger stark ausgeprägt. Die Mehrheit der Befragten kann sich einen Online-Autokauf nicht vorstellen. Dennoch stehen rund 20% der Autofahrer dem Internetkauf aufgeschlossen gegenüber. Man würde insbesondere akzeptieren, ein Fahrzeug im Internet zu bestellen und dann die weitere Abwicklung wie Bezahlung und Auslieferung über den Vertragshändler zu realisieren. Hingegen besteht große Skepsis gegenüber Angeboten, die den kompletten Kaufvorgang bis hin zur Auslieferung des Fahrzeugs über das Internet abwickeln.

Das zentrale Motiv für die Nutzung des Internets beim Neuwagenkauf ist nach Angaben der GfK Marktforschung eindeutig der Preis. Je höher die erzielbaren Preisnachlässe im Internet, um so eher wären Autofahrer bereit, ihr Auto auf diese Weise zu erwerben. Neben dem finanziellen Aspekt spielen drei weitere Punkte eine Rolle bei der Entscheidung, ob ein Neuwagen online oder auf herkömmliche Weise gekauft werden soll: die Sicherheit bei der Datenübertragung und Bezahlung, die Inzahlungnahme des Vorwagens und die Durchführung einer Probefahrt.

Die Befragten erwarten zum derzeitigen Zeitpunkt bei einem Kauf via Internet einen Preisabschlag, ohne aber gleichzeitig auf gewohnte Serviceleistungen verzichten zu wollen. Grundsätzlich ist erkennbar, dass bereits bei Preisunterschieden von 5 bis 10% das Interesse am Internetkauf deutlich zunimmt.

Somit besitzt der Verkauf von Neuwagen über das Internet, wenn der Preis stimmt und andere kaufrelevante Faktoren berücksichtigt werden, ein Potenzial als neuer Vertriebsweg für den Autokauf. Die Meinungen zum Neuwagenkauf via Internet variieren jedoch stark. Die GfK hat - basierend auf diesen Differenzen - eine Typologie vier verschiedener Käufertypen im Internet entwickelt.

Die dargestellten Punkte sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der GfK Marktforschung. Dabei wurden im Februar dieses Jahres 1.570 deutsche Autofahrer befragt. Kern der Untersuchung war die Erfassung der Akzeptanz des Internets beim Neuwagenkauf und der Beurteilung verschiedener Faktoren des Internetvertriebs von neuen Automobilen. Der komplette Berichtsband zur Studie kann bei der GfK Automobilmarktforschung, Michael Schmid, Telefon 0911-3952258, zum Preis von 1.900 Euro bezogen werden. (ST)


KONTAKT:

GfK AG
Nordwestring 101
90319 Nürnberg
Tel. 0911-3950
Fax 0911-3952209
E-Mail: public.affairs@gfk.de
Internet: www.gfk.de