Die Absatzkrise auf dem deutschen Automarkt hat sich zum Jahresbeginn wieder verschärft. Die Autohändler reagieren mit immer höheren Rabatten - trotz Abwrackprämie.

Mit 189.400 Autos wurden im Januar 2009 rund 14 Prozent weniger Neuwagen verkauft als Anfang 2008, wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag mitteilten. Die Auftragseingänge aus dem Inland lagen um 13 Prozent niedriger als im Januar 2008.

Im Vergleich zum Dezember 2008 sank die Zahl der Neuzulassungen deutlich um 16,2 Prozent, berichtete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg. Die Kleinwagen verbuchten ein Plus von einem Prozent, alle anderen Pkw-Klassen hatten Einbußen zu verzeichnen. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in der Oberklasse mit einem Minus von 48 Prozent.

Hohe Rabatte sollen Kunden locken

Trotz der Abwrackprämie können Autokäufer nach den Ergebnissen einer Studie weiter auf deutliche Rabatte von durchschnittlich 16,5 Prozent hoffen.

Rechne man neben der Abwrackprämie die befristete Kfz-Steuerbefreiung bei Neukäufen hinzu, summierten sich die Preis-Vorteile für Autokäufer in Deutschland derzeit auf einen historischen Höchststand von über 20 Prozent, teilte der Automobilexperte und Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg/ Essen, Professor Ferdinand Dudenhöffer, mit.

Citroen weit unter Listenpreis

Auf über 20 Prozent kämen aber nur Neuwagenkäufer, die sich die Verschrottungsprämie von 2.500 Euro sichern könnten. Die Regierung stellt dafür 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung - das reicht für etwa 600.000 Prämien.

Für ihre Studie hatten die Forscher 263 Rabattaktionen ausgewertet. Die höchsten Rabatte von über 30 Prozent räumten Händler auf den Listenpreis eines Citroen Xsara Picasso ein.