Bei Laxomat in Schweden können Kunden rund um die Uhr frisch zubereitete Delikatessen kaufen. Personal ist dafür nicht nötig, denn im Geschäft alles läuft über RFID-Technologie.

Der Gastronom Christer Lagnell bietet in seinem Restaurant in der südschwedischen Stadt Halmstad bereits seit 1996 regionale Gerichte an. Lachs und Gemüse dominieren den Speisezettel. Doch seine Kunden baten ihn immer öfter, auch außerhalb der Öffnungszeiten von dem Angebot profitieren zu können.

Parallel zu einem seiner Restaurants entstand daher im Jahr 2005 der erste "Laxomat". Das Wort ist eine Kombination aus "Lax", schwedisch für Lachs, und Automat. Auf nur 27 Quadratmeter findet der Kunde bei dem von der Gruppe Nymphenburg Consult AG aus München vorgestellten "Innovative Store" eine Auswahl an frischen warmen und kalten Gerichten und kann diese jederzeit kaufen.

Automatische Kreditkartenabrechnung

"Das Besondere: Jedes Gericht ist mit einem RFID-Tag versehen", erläutert Constanze Cravaack, Senior Consultant bei Nymphenburg. "Der Einkaufsprozess ist dabei denkbar einfach. Einlass bekommt der Kunde, ähnlich wie bei einer Bank, über seine Kreditkarte. Die ausgewählten Produkte werden in eine Einkaufstasche gepackt und an der Kasse, die die jeweiligen RFID-Tags liest, mit der Kreditkarte bezahlt."

Sobald der Kunde seinen Bon hat, öffnet sich die Ausgangstür automatisch. Kauft der Kunde nichts ein, ziehe er einfach seine Kreditkarte durch den Kartenleser am Ausgang und könne so den Laxomat wieder verlassen.

Diebstahl ausgeschlossen

"Die Registrierung der Kreditkarte verhindert Diebstahl", so die Handelsberaterin. Zusätzlich seien zur Sicherheit der Kunden Videokameras angebracht, die mit dem Internet verbunden sind.

Das Konzept werde von den Kunden sehr gut angenommen: "Seit 2005 wurden deshalb drei weitere Laxomat eröffnet", erläutert Constanze Cravaack. Mehr als 350.000 Einkäufe werden demnach pro Jahr in allen Stores zusammen getätigt. "Wer Fisch und Gemüse mag, ist hier also rund um die Uhr gut versorgt."