Auf der Jahrespressekonferenz des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) am 14. März in München zeigte sich dessen Präsident, Rolf Leuchtenberger, gegenüber dem Internet recht gelassen. Und schon gar nicht sieht er eine Bedrohung im Automobilvertrieb.

Auf der Jahrespressekonferenz des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) am 14. März in München zeigte sich dessen Präsident, Rolf Leuchtenberger, gegenüber dem Internet recht gelassen. Und schon gar nicht sieht er dadurch eine Bedrohung im Automobilvertrieb.

Abwarten empfiehlt deshalb Leuchtenberger. Auch wenn die Gründung des größten E-Commerce-Unternehmens der Welt durch DaimlerChrysler, General Motors und Ford eine herausragende Bedeutung hätte und Kostensenkungen im Milliardenhöhe entstünden. Für die mittelständischen Automobilunternehmen in Deutschland möchte der Präsident beobachten, ob E-Commerce wirklich die Revolution der gesamten wirtschaftlichen Abläufe bedeute. Leuchtenberger: "Dies gilt in besonderem Maße für das mit vielen Emotionen belegte Produkt Automobil."

Rolf Leuchtenberger teilt nicht die euphorischen Prognosen, die dem Internet zugedacht werden. Und er teile schon gar nicht die Auffassung, dass durch das Internet spürbare Kostensenkungen beim Autokauf entstünden.

Eine Bedeutung des Internets sieht der ZDK-Präsident "als Informationsmedium mit einer ungeheuren Transparenz". Dagegen habe das Internet als Vertriebsmedium noch keine Bedeutung. Auch zweifelt Leuchtenberger daran, dass Autokäufe durch das Netz in Größenordnungen erfolgen würden, die dem Gewerbe vielfach eingeredet würden. Leuchtenbergers Erfahrungen aus den USA würden zeigen, dass dort beim Neuwagenkauf noch keine signifikanten Größenordnungen erreicht hätten. Dass in Deutschland gesicherte Daten über Gebrauchtwagenverkäufe via Internet fehlen, müsse seinen Grund haben, ergänzt Leuchtenberger.

Für das Kfz-Gewerbe mit seinen knapp 50.000 Betrieben und rund 500.000 Beschäftigten würde sich das Internet im Moment als Möglichkeit darstellen, Kundenkontaktprogramme zu aktualisieren und vor allem als Medium für die Präsenz im Netz mit den Dienstleistungen rund um das Automobil. Auch in Sachen Öffnungszeiten würde das Internet der Branche sehr deutlich signalisieren, dass die Betriebe mehr Flexibilität entwickeln müssten.


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