Im Einzelhandel macht man nicht nur schnell Karriere - man verdient auch als Auszubildender gutes Geld. Die meisten andereren Branchen zahlen schlechter.

Der Einzelhandel zählt zu den Branchen, die überdurschnittliche Ausbildungsvergütungen zahlen. Laut der aktuellen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) verdiente ein Azubi für den Beruf Kaufmann im Einzelhandel im Jahr 2011 im Westen durchschnittlich 738 Euro im Monat (im Osten 659 Euro).

Das ist Platz sieben in der Tabelle der zwanzig vom BIBB ausgewählten Ausbildungsberufe. Die besten Vergütungen bekommen demnach westdeutsche Maurerlehrlinge (943 Euro, 750 Euro im Osten), gefolgt von den Medientechnologen (885 Euro Ost und West) sowie den Mechatronikern (868 Euro West, 847 Euro Ost). Am schlechtesten werden Friseure bezahlt (456 Euro West, 269 Ost).

Die Durchschnittsvergütung für Azubis betrug im Jahr 2011 708 Euro (West) und 642 (Ost), das sind Zuwächse von 2,9 beziehungsweise 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

160.000 Azubis im Einzelhandel

Der Handelsverband Deutschland (HDE) weist darauf hin, dass der Einzelhandel im Jahr 2011 sowohl im Osten als auch im Westen die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze überproportional habe steigern können.

Im Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel habe die Branche im Westen 24 Prozent mehr, im Osten zwölf Prozent mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt als noch im Vorjahr. Beim Beruf Verkäufer seien es im Westen um 24,4 Prozent, im Osten um 33,9 Prozent mehr gewesen.

Der HDE betont, dass in der gesamten deutschen Wirtschaft insgesamt nur ein Plus an angebotenen Ausbildungsplätzen von 7,7 Prozent im Westen und 6,5 Prozent im Osten gegeben habe. Laut HDE gibt es derzeit insgesamt 160.000 Azubis im Einzelhandel.