Bis zum Jahr 2004 können deutsche Banken ein Einsparpotenzial von insgesamt drei Mrd. Euro bei den Firmenkunden erzielen. Zu diesem Ergebnis kommt der Internet-Marktanalyst Forit in seiner neuen Studie "Internet-Finanzdienstleistungen für Firmenkunden".

Bis zum Jahr 2004 können deutsche Banken ein Einsparpotenzial von insgesamt drei Mrd. Euro bei den Firmenkunden erzielen. Voraussetzung dafür ist, dass standardisierbare klassische Bankprodukte zunehmend über das Internet abgewickelt werden. Dies führt sowohl zu massiven Kosteneinsparungen bei den Bankanbietern als auch zu einer schnelleren Abwicklung von Kundenanfragen und kommt damit einem der wichtigsten Kundenwünsche entgegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Internet-Marktanalyst Forit in seiner neuen Studie "Internet-Finanzdienstleistungen für Firmenkunden".

Im Rahmen der Studie befragten die Forit-Analysten Entscheider aus 432 deutschen Unternehmen.

Ein Großteil der Firmenkunden ist daran interessiert, Bankgeschäfte auf das Internet zu übertragen. Über 80% der Befragten nutzen das Internet entweder schon heute für Bankgeschäfte oder planen dies für die nahe Zukunft. Nur 16% der befragten Firmenkunden können sich nicht vorstellen, Bankgeschäfte über das Internet abzuwickeln. Die Internet-Skeptiker befürchten einen möglichen Datenmissbrauch und scheuen das Internet generell als Medium. Finanzdienstleister seien daher gefordert - so die Studie -, neue Verschlüsselungs-Verfahren anzubieten und zu kommunizieren.

Im Wettbewerb zwischen klassischen Banken und neuen Finanzdienstleistern werden sich Anbieter durchsetzen, die am schnellsten ein umfassendes Angebot präsentieren. Höchste Umsatzpotenziale bieten dabei Business-to-Business-Marktplätze. Durch den elektronischen Zahlungsverkehr mittels Smart Card, Purchasing Card und sonstigen Zahlungsmitteln beim Handel auf B-to-B-Plattformen sollen Banken im Jahr 2004 Umsätze in Höhe von 417 Mio. Euro in Deutschland erzielen. Darüber hinaus geht Forit davon aus, dass bis dahin 15% des Transaktions-Volumens im B-to-B-Handel über "Internet Bill Presentment" abgewickelt wird. Damit sind im Jahr 2004 über 416 Mio. Euro an jährlichen Transaktions-Gebühren erreichbar.

Weitere Umsätze können durch Cross-Selling-Aktivitäten, wie beispielsweise die Bereitstellung von Software über das Internet oder von Versicherungsangeboten, generiert werden. Insgesamt sollen deutsche Banken durch Cross Selling von neuen Produkten im Jahr 2004 Umsatz und Provisionserträge in Höhe von 268 Mio. Euro erzielen.

Klassische Banken haben gute Voraussetzungen, sich einen erheblichen Anteil des wachsenden Marktes zu sichern, da sie über umfassende Kundenbeziehungen und einen erheblichen Vertrauensvorschuss verfügen. Die Wettbewerbs-Dynamik wird allerdings deutlich zunehmen. Startups werden sich aufgrund ihrer schnellen Entscheidungs-Strukturen rasch etablieren. Mit größerer Transparenz im Internet-Firmenkunden-Geschäft werden zunehmend auch Dienstleistungen nachgefragt, die aus den verschiedenen Produktpaletten der Anbieter die interessantesten Angebote für ihre Kunden zusammenstellen. Damit können sich Finanzintermediäre lukrative Margen sichern. (ST)


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