Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat den Lebensmittelhandel davor gewarnt, eigene Höchstgrenzen für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bei Obst und Gemüse festzulegen.

Ein DBV-Sprecher erklärte, mehrere Lebensmittelhändler hätten ihre Lieferanten aufgefordert, unter den gesetzlich erlaubten Grenzen für Pestizidreste zu bleiben. Der Verbraucher werde dadurch verunsichert, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes.

Nach Meinung des DBV erhalten die Verbraucher damit zu Unrecht ein diffuses Bild über sichere Lebensmittel. „Die Lebensmittelqualität ist in Deutschland so gut und sicher wie noch nie." Die erlaubten Restbestände von Pflanzenschutzmitteln seien gesetzlich festgelegte Vorsorgewerte. Für die Bauern seien unterschiedliche Höchstgrenzen willkürlich, da sie oft unterschiedliche Händler belieferten.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

In den vergangenen Jahren waren deutsche Lebensmittelhändler bei Kontrollen von Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen wegen zu hoher Pestizidrückstände in Obst und Gemüse häufig in die Kritik geraten.

Der Lebensmittelhändler Edeka hatte jüngst mitgeteilt, Lieferanten schadstoffbelasteter Früchte stärker in die Pflicht zu nehmen. Das Unternehmen hat eine Rückstandsdatenbank aufgebaut und rund 1.000 Produzenten aufgefordert, besonders kritische Wirkstoffe deutlich zu reduzieren.