In der Baumarktbranche gibt es einen Wechsel an der Spitze: Im Ranking der umsatzstärksten Unternehmen landet Bauhaus hinter Obi erstmals auf Platz Zwei und verweist den Praktiker-Konzern auf den Bronzeplatz.

Mit einem geschätzten Gesamtumsatz von 4,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr rückt Bauhaus im Ranking der umsatzstärksten deutschen Baumarkt-Betreiber erstmals auf den zweiten Platz hinter dem Branchenprimus Obi mit 6,2 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umsatzstatistik des Dähne Verlags.

Der Praktiker-Konzern wurde mit einem Gesamtumsatz von rund 4 Milliarden Euro (Praktiker, Max Bahr, Extra) auf den Dritten Platz verwiesen. Hornbach (3,3 Milliarden) und Zeus (2,5 Milliarden; davon 1,8 Milliarden Hagebau) folgen auf den Plätzen vier und fünf. Die Baumärkte der Rewe-Gruppe (Toom und B 1) landen mit 2,3 Milliarden Euro nach in der Top5 der Branche.

Branchenumsatz legt 2010 zu

Die 20 größten Baumarktbetreiber konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr nach den Berechnungen des Dähne Verlags um 3,4 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro steigern - flächenbereinigt ergab sich ein Zuwachs von 0,3 Prozent. Insgesamt gab es in Deutschland zum Stichtag 31. Dezember 2010 4.129 Baummärkte, 84 mehr als im Vorjahr.

Die Flächenproduktivität eines Baumarktes lag im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei 1.524 Euro jährlich pro Quadratmeter. Spitzenwerte ereichen diesbezüglich die Märkte von Bauhaus und Hornbach.

"Ein Thema, das die gesamte Branche seit Herbst 2010 beschäftigt, sind die  Online-Konzepte der Betreiber", erläutert Joachim Bengelsdorf, Chefredakteur im Dähne Verlag. Nachdem Hornbach und Obi jüngst einen Online-Shop eröffneten beziehungsweise wieder eröffneten, hat auch Praktiker angekündigt, die eigenen E-Commerce-Pläne auf einer Pressekonferenz am morgigen Mittwoch zu konkretisieren.