Vor gut einem Vierteljahr stellte Beate Uhse eine Strategie vor, um das Unternehmen davor zu bewahren, noch weiter in die roten Zahlen zu rutschen. Der Plan scheint aufzugehen.

Der Erotikkonzern Beate Uhse hat seine laufenden Verluste im ersten Halbjahr deutlich verringert, schreibt aber nach wie vor tiefrote Zahlen.

Der Umsatz des Konzerns sank gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um gut 23 Prozent auf 73,7 Millionen Euro, der Verlust vor Steuern fiel mit 3,6 Millionen Euro etwa halb so hoch aus wie im Vorjahr.

Optimierte Warenbestände

Der Vorstand erklärte am Freitag in Flensburg, er sei mit der Entwicklung des Unternehmens zufrieden. Es sei gelungen, die Verschuldung abzubauen und die Rentabilität der Vertriebswege - Einzel-, Groß- und Versandhandel - zu stärken.

Die Optimierung der Warenbestände und -ströme sei gut vorangekommen, und die Effekte aus den verschiedenen Maßnahmen würden mittelfristig in der Gewinn- und Verlustrechnung deutlich erkennbar werden.

Im April dieses Jahres hatte Beate Uhse mitgeteilt, dass das Unternehmen die größte Zukunft im Online-Shopping sehe. Gerade Erotikartikel ließen sich im Internet wegen seiner Anonymität gut verkaufen. Schon jetzt bestellten weit mehr als die Hälfte der Kunden online, sagte eine Firmensprecherin.