Bei Karstadt geht es Schlag auf Schlag, was Personalien betrifft. Nach Weggängen zweier Top-Manager gibt es auch im Aufsichtsrat Veränderungen. Die Ära Berggruen ist vorbei.

Nach dem Eigentümerwechsel bei Karstadt gibt es immer mehr Veränderungen in der Führung des angeschlagenen Warenhauskonzerns. Der neue Investor René Benko schickte Vertraute in den Aufsichtsrat, wie auf der Internet-Seite des Bundesanzeigers hervorgeht.

Mitte August hatte der Investor Nicolas Berggruen das Unternehmen der Signa Holding des Österreichers Benko überlassen - für den Kaufpreis von einem Euro.

Aus dem Aufsichtsrat schieden gleich mehrere Mitglieder aus - darunter der Berggruen-Vertraute Jared Bluestein, früherer Chef des Gremiums. Gleichfalls abberufen wurden: Thomas Wayne Crawford, Samuel Czarny, John Evans, Mehmet Kosematoglu, Kevin Sheehan und Antonius Theodorus Trentelman.

Treffen am 11. September

Neu im Aufsichtsrat sind insgesamt acht Mitglieder. Dazu gehören auch Wolfram Keil, Finanzchef der Signa-Tochter Recap, und Robert Leingruber, Sprecher der Signa Holding. Die weiteren neuen Räte: Karin Fuhrmann, Heinz Peter Hager, Marcus Mühlberger, Dieter Spranz, Christoph Stadlhuber und Frank Tölle. Den Vorsitz des Gremiums hat weiterhin Stephan Fanderl inne.

Zudem wurde am Donnerstag bekannt gegeben, dass der bisherige Chief Operations Officer Rüdiger Hartmann den Konzern auf eigenen Wunsch verlasse. Hartmann gehörte seit Dezember 2012 zum Karstadt-Management. Vor zehn Tagen war bereits Personalchef Kai-Uwe Weitz ausgeschieden.

Der nun neu formierte Aufsichtsrat soll am 11. September über Sanierungspläne für die Warenhauskette mit rund 17.000 Beschäftigten beraten.