Der Immobilienunternehmer Benko hat wie angekündigt ein bindendes Angebot für die Warenhauskette Kaufhof vorgelegt. Die Konzernmutter Metro verhandelt derweil auch mit Karstadt-Eigentümer Berggruen weiter.

Der österreichische Immobilienunternehmer René Benko hat ein bindendes Angebot für die Metro-Tochter Kaufhof vorgelegt. Das sagte Konzernsprecher Michael Inacker am Dienstag in Düsseldorf.

Neben Benko mit seiner Immobilienholding Signa bemüht sich auch Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen um das traditionsreiche Warenhausunternehmen. Mit ihm gebe es Gespräche, sagte der Sprecher.

Benko hatte erst vor wenigen Tagen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt, er wolle noch vor Weihnachten den Zuschlag: "Es könnte jetzt sehr schnell gehen, das hängt nur noch an einzelnen Punkten." Die Finanzierung stehe, sagte er.

Dass er dem Metro-Konzern 2,4 Milliarden Euro für die Warenhauskette geboten hat, wollte der Österreicher nicht  bestätigten. Vom Mitbewerber Nicolas Berggruen werde er sich jedoch nicht in einen Bieterwettstreit jagen lassen, hatte er betont.

Metro-Chef Cordes hatte den Kaufhof bereits vor knapp vier Jahren auf die Verkaufsliste gesetzt.