Das Konsumklima in Deutschland ist nach wie vor in Frühlingsstimmung, gegenüber dem Vormonat schwächt sich die gute Laune der Verbraucher allerdings etwas ab. Der Schuldige ist schnell ausgemacht.

"Aufwärtstrend des Konsumklimas gestoppt" titeln die Marktforscher der GfK über ihre monatliche Wasserstandsmeldung zur Befindlichkeit der deutschen Verbraucher. Doch was sich auf den ersten Blick dramatisch anhört, erweist sich bei näherer Betrachtung als Lappalie.

"Die im Großen und Ganzen stabile Entwicklung der Verbraucherstimmung setzt sich auch im Frühjahr dieses Jahres fort", stellen die Nürnberger Marktforscher fest. "Die Konjunkturerwartung legt wieder etwas zu, die Anschaffungsneigung kann ihr sehr gutes Niveau nahezu halten. Die Einkommenserwartung hingegen verliert ihre starken Gewinne aus dem Vormonat."

Der Gesamtindikator mit dem die GfK monatlich ihren Konsumklia-Index bestimmt prognostiziert nach 6,0 Punkten im März für April einen Wert von 5,9 Punkten, eine marginale Abschwächung also.

Rekordpreise an den Zapfsäulen trüben die gute Laune ein wenig

"Rekordstände für Benzin und Diesel an den deutschen Zapfsäulen haben im März in den Köpfen der Konsumenten ihre Spuren hinterlassen", machen die Marktforscher auch gleich den Schuldigen für die leichte Eintrübung dingfest.

Die Einkommenserwartung der Verbraucher habe sich mit Blick auf die Benzinpreise gegenüber dem Vormonat deutlich abgeschwächt. Dennoch bliebe die Anschaffungsneigung auf einem "überaus gute Niveau" und verliere nur minimal. "Die leichte Entspannung bei der Schuldenkrise durch die Verabschiedung des zweiten Rettungspakets für Griechenland sorgt offenbar dafür, dass die Konjunkturerwartung der Verbraucher wieder etwas zulegen kann", so die GfK-Experten.